Experten sind skeptisch
Vorstellung ohne Hauptdarsteller

Kurt Jara ist beim 1. FC Kaiserslautern Nachfolger von Trainer Erik Gerets - und fehlt bei seiner eigenen Präsentation.

KAISERSLAUTERN. Besonders erfolgreich begann die Dienstzeit von Kurt Jara beim 1. FC Kaiserslautern nicht. Der neue Trainer der Pfälzer, Nachfolger des am Montagabend entlassenen Erik Gerets, erschien zu seiner eigenen Vorstellung erst gar nicht. Er saß in irgendeinem Büro mit Anwälten zusammen, um seinen Vertrag mit dem Hamburger SV aufzulösen. Um 14 Uhr sollte er als neuer Mann auf dem Podium in Kaiserslautern sitzen. Im Akkord rannte Pressesprecher Michael Novak zu den wartenden Journalisten und verkündete Verzögerungen.

"Wir sind uns mit Kurt Jara einig, er wird einen Eineinhalbjahresvertrag unterschreiben, der auch für die Zweite Liga gilt", sagte der FCK-Vorstandsvorsitzende Rene C. Jäggi. "Es tut uns Leid, dass er nicht hier sein kann. Aber er ist ein Mann, der Erfolge hatte, der seit Sonntag umfangreiches Videomaterial über unsere Mannschaft hat und morgen das erste Training leitet", sagte Jäggi. Der Neue, führte Jäggi aus, musste vor allem finanzierbar sein - Jara als Billiglösung?

Jäggi hatte eine Art Notliste abgeklappert und einige Gespräche mit Kandidaten geführt. Nun ist es ausgerechnet der 53-jährige Fußballlehrer aus Österreich geworden, der keine schönen Erinnerungen an die Pfalz hat. Am 19. Oktober 2003 ging er mit seinem damaligen Klub, dem Hamburger SV, mit 0:4 unter. Zwei Tage später war er seinen Job los. Sie mochten ihn nicht mehr im Norden. Zu brav sei er, viel zu sehr der "liebe Onkel", dem es nicht gelingen wollte, die vielen Nationen im HSV-Kader zu integrieren. Ob Jara für den stark in Bedrängnis geratene FCK-Chef eine Befreiung sein kann? Die Experten sind eher skeptisch.

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