Expertenerwartungen deutlich verfehlt
Auftragseingang in Industrie unerwartet gesunken

Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland ist im Oktober vor allem wegen deutlich weniger Bestellungen in Ostdeutschland unerwartet zurückgegangen. Die deutschen Orders seien zum Vormonat preis- und saisonbereinigt um 0,9 % gesunken nach einem Minus von 4,1 % im September, teilte das Bundesfinanzministerium (BMF) am Donnerstag in Berlin mit.

Reuters BERLIN. Volkswirte hatten im Durchschnitt einen unveränderten Wert zum Vormonat erwartet. Der Rückgang fiel stärker aus als die pessimistischste Schätzung bei der Umfrage, in der eine Spanne von minus 0,8 bis plus 1,0 angegeben wurde. "Bei den Auslandsaufträgen konnten die Unternehmen erstmals seit Juni dieses Jahres wieder einen leichten Zuwachs (plus 0,5 %) verbuchen; demgegenüber nahmen die Bestellungen aus dem Inland um 1,9 % ab", hieß es in der Mitteilung.

Die Nachfrageschwäche konzentriere sich auf die neuen Bundesländer, teilte das BMF weiter mit. Dort schrumpfte die Zahl der Neuaufträge um 11,0 %, während die Orders in den alten Bundesländern stagnierten.

Im weniger schwankungsanfälligen Zweimonatsvergleich September/Oktober gegenüber Juli/August hätten sich die Aufträge um 4,2 % verringert, hieß es weiter. Die Auslandsnachfrage verringerte sich im Oktober den Angaben zufolge zum Vormonat um 5,4 % stärker als die Inlandsaufträge mit einem Minus von 3,3 %.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gingen die Neuaufträge dem BMF zufolge im September/Oktober um 8,2 % zurück. Auf Basis von Bundesbank-Daten ergibt sich für Oktober nach Reuters-Berechnungen zum Vorjahr ein Rückgang von 9,5 % nach einem Minus von revidiert 6,6 % im September. Analysten hatten hier einen Rückgang um lediglich 7,5 % erwartet.

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