Explosion sei Arbeitsunfall gewesen: Israel bestreitet Tötung des Fatah-Anführers in Tulkarem

Explosion sei Arbeitsunfall gewesen
Israel bestreitet Tötung des Fatah-Anführers in Tulkarem

Der israelische Verteidigungsminister Benjamin Ben-Elieser hat am Dienstag die Liquidierung des palästinensischen Extremisten Raed Karmi in Ramallah bestritten. Ben- Elieser sagte dem Armeesender, Israel sei nicht für den Tod des örtlichen Anführers der radikalen "Al-Aksa-Brigaden" verantwortlich.

dpa JERUSALEM/RAMALLAH. Die "Al-Aksa-Brigaden" hatten am Vortag bei Tulkarem einen israelischen Soldaten als Vergeltung für den Tod ihres Anführers erschossen.

Ben-Elieser betonte, bei der tödlichen Explosion in Tulkarem handele es sich um einen "Arbeitsunfall". Israel beschreibt damit die vorzeitige Explosion von Sprengsätzen, die palästinensische Extremisten für Anschläge gegen Israelis vorbereitet haben. Karmis einziges Bestreben sei die Ermordung von Juden gewesen, meinte der Minister. Israel wirft dem Mann vor, für die Tötung von neun Israelis verantwortlich zu sein.

Der israelische Rundfunk meldete unterdessen unter Berufung auf palästinensische Sicherheitskreise, die Autonomiebehörde habe vor drei Wochen den israelischen Inlandsgeheimdienst Schin Beth um Erlaubnis gebeten, Karmi von Tulkarem in ein sicheres Gefängnis in Ramallah zu transportieren. Schin Beth habe die Bitte jedoch abgelehnt. Israel habe Karmis Bewegungen verfolgt, um ihn liquidieren zu können. Dies wurde jedoch von israelischer Seite bestritten.

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