Explosionen mit sechs Toten: Terrorist Weinrich erneut vor Gericht

Explosionen mit sechs Toten
Terrorist Weinrich erneut vor Gericht

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat am Mittwoch am Berliner Landgericht ein weiterer Terrorismus-Prozess gegen den Attentäter Johannes Weinrich begonnen. Der bereits zu lebenslanger Haft verurteilte Terrorist muss sich wegen sechsfachen Mordes und mehrerer Sprengstoffanschläge in Deutschland, Griechenland und Frankreich verantworten.

HB/dpa BERLIN. Die Staatsanwaltschaft wirft Weinrich vor, als Führungsmitglied der "Carlos"-Terrorgruppe für die Planung und Ausführung der Bombenanschläge verantwortlich gewesen zu sein. Ihm werden unter anderem zwei Anschläge an Silvester 1983 in Frankreich zur Last gelegt. Der Prozess stützt sich auch auf Material der DDR-Staatssicherheit.

Ankläger Detlef Mehlis sagte vor Prozessbeginn, er gehe von einem erneuten Schuldspruch wegen Mordes aus. "Wir sind keine Discount- Justiz, wo es zu einem bereits abgeurteilten Mord sechs gratis dazu gibt."

Weinrich galt in den 70er und 80er Jahren als rechte Hand des damals weltweit meistgesuchten Terroristen Ilich Ramirez Sanchez alias "Carlos". Die derzeitige Haftstrafe verbüßt der 55-Jährige wegen des Sprengstoffanschlages auf das französische Kulturzentrum Maison de France 1983 in Berlin, bei dem ein Mann ums Leben kam und weitere Menschen verletzt wurden. Ziel des Anschlags war es, in Frankreich inhaftierte Mitglieder der Gruppe freizupressen.

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