Expo spezial
"Bild"-Zeitung zeigt "Pinkel"-Prinz Ernst August wegen Beleidigung an

dpa HAMBURG. Drei Tage nach dem angeblichen "Pinkel-Skandal" auf der Expo hat die "Bild"-Zeitung Prinz Ernst August von Hannover nach eigener Darstellung wegen Beleidigung angezeigt. Der Prinz habe am Sonntag mehrfach die Redaktion der "Bild"-Zeitung in Hannover angerufen und die Redaktionsleiterin Anne-Kathrin Berger "in solch unflätiger, ekelhafter und obszöner Weise" bedroht und beleidigt, dass sich die Chefredaktion "gezwungen sah, Strafanzeige gegen den Welfenprinzen zu stellen". Auf ausdrücklichen Wunsch des Prinzen habe die Redaktion die Anrufe aufgezeichnet. Auszüge der Mitschnitte, die "Dokumente seiner unglaublichen Entgleisung" seien, veröffentlicht das Blatt in seiner Montagausgabe.

Die "Bild"-Zeitung hatte am Samstag berichtet, Ernst August habe bei seinem Rundgang auf der Weltausstellung am Donnerstag gegen die Holzfassade des türkischen Pavillons uriniert. Das Blatt berief sich auf eidesstattliche Erklärungen von zwei Augenzeugen. Der türkischstämmige Bundestagsabgeordnete der Grünen, Cem Özdemir, hatte den 46-jährigen Adeligen daraufhin aufgefordert, sich beim türkischen Volk zu entschuldigen und "öffentlich zu bereuen".

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