Exportanteil wächst
Pelzbranche sucht ihr Glück im Ausland

Die deutsche Pelzwirtschaft sucht ihr Glück im Ausland. 2002 exportierte die Branche mehr als die Hälfte ihrer veredelten Felle. Auch fertige Leder- und Pelzbekleidung sowie Rohfelle werden verstärkt im Ausland abgesetzt.

HB/dpa FRANKFURT. Die Tendenz sei steigend, teilte der Präsident des Deutschen Pelzverbandes, Herbert Würker, am Mittwoch vor dem Beginn der Pelzmesse Fur & Fashion (10. bis 13. April) in Frankfurt mit. Vor fünf Jahren lag der Exportanteil noch bei etwa 20 %.

Der Branchenumsatz lag mit 980 Mill. ? auf Vorjahresniveau. Dazu zählt der gesamte Einzelhandel mit Pelzbekleidung. Im Vergleich zu den Umsatzeinbrüchen im gesamten Handel - insbesondere der Textilverkäufer - bewertete Würker die Wirtschaftslage der Pelzbranche als günstig.

Besonders in Ländern außerhalb von Europa ließen sich 2002 Fell- und Lederwaren gut verkaufen. So habe der vergangene kalte Winter in den Vereinigten Staaten die Nachfrage nach Pelz erhöht. "Auch in Russland, China, Korea und Japan lief das Geschäft mit wärmender und schmückender Bekleidung erfreulich gut", sagte Würker. Genaue Absatzzahlen auf den Auslandsmärkten nannte er nicht.

Die Zahl der Kürschnerbetriebe mit Werkstatt und Laden ist im vergangenen Jahr in Deutschland erneut leicht auf 926 (2001: 968) zurückgegangen. Nach Einschätzung des deutschen Pelzverbandes verkauften zudem etwa 17 000 Textilgeschäfte Bekleidung und Accessoires, bei denen Pelz und Leder zumindest mitverwendet wurden. 2001 waren es etwa 18 000. Grund dafür sei, dass einzelne Geschäfte wegen der schwierigen Gesamtlage schließen mussten.

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