Exporte belastet
Starker Yen belastet Börse in Tokio

Die Tokioter Börse hat am Mittwoch trotz positiver Vorgaben aus den USA eine Spur leichter geschlossen. Händler sagten, Gewinne in einzelnen Standardwerten seien durch Abgaben bei den Banken und Halbleiterwerten ausgeglichen worden. Zudem habe der starke Yen für leichte Kursverluste bei Exportwerten gesorgt.

Reuters TOKIO. Der 225 führende Werte umfassende Nikkei-Index ermässigte sich leicht um 0,17 % oder 14,53 Punkte auf 8678,44 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 3,11 Zähler oder 0,36 % auf 853,59 Punkte.

Der Markt sei unter anderem von den jüngsten Kursgewinnen des Yen belastet worden, sagte Massayoshi Okamoto vom Haus Jujiya Securities. Die japanische Währung hat innerhalb der vergangenen beiden Tage knapp zwei Prozent zum Dollar zugelegt und notierte am Mittwoch zur US-Währung mit 118,90/95 Yen. Die japanische Wirtschaft ist sehr stark von Exporten abhängig. Steigt der Kurs des Yen zum Dollar, müssen die japanischen Exporteure bei gleich bleibenden Verkaufspreisen auf dem Weltmarkt Margeneinbussen hinnehmen oder die Preise anheben, was ihre Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt.

Aktien der auf die Halbleiterindustrie ausgerichteten Unternehmen litten unter Verkäufen nach der Veröffentlichung der Book-to-bill Ratio der nordamerikanischen Halbleiter-Ausrüster-Industrie. Diese für die Industrie massgebliche Zahl fiel im Januar auf 0,92 nach 0,94 % im Dezember. Dies sei ein Zeichen, dass die Unternehmen mit einer weiteren Schwäche rechneten.

"Wir haben heute einen eigentlichen Doppelschlag erhalten durch die Daten der Halbleiterindustrie und den starken Yen", sagte Masayoshi Okamoto. Advantest Corp , Japans grösster Halbleiterausstatter, sank über drei Prozent. Die Aktien der drei grössten Banken Japans, der Mizuho Holdings, SMFG und UFJ Holdings sackten deutlich ab.

Die Aktien von Kirin Brewery stiegen zwei Prozent. Der Braukonzern will Aktien im Wert von bis zu 20 Mrd. Yen zurückkaufen.

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