Exporterstattung für umstrittene Tiertransporte
Regierung will Gelder für Tiertransport streichen

dpa BRÜSSEL. Die Bundesregierung hat die Abschaffung der Exporterstattungen für Schlachttiere in der EU verlangt. Auf diese Weise sollen die heftig umstrittenen Tiertransporte in Drittländer eingeschränkt werden, erläuterte der Parlamentarische Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Matthias Berninger (Grüne), am Donnerstag in Brüssel.

Zumindest sollten diese Erstattungen, die beim Export als Ausgleich für den geringeren Weltmarkt-Preis gezahlt werden, reduziert werden, sagte Berninger. Er äußerte sich bei einer Tagung der grünen Fraktion im Europaparlament.

Die schwedische Agrarministerin Margareta Winberg unterstützte den Vorschlag. Es sei "dringend", diese Erstattungen abzuschaffen. Wie Berninger kritisierte auch sie die für die Tiere oft quälenden und tödlichen Transporte über weite Strecken. Winberg forderte mehr Geld für die Kontrollen. Eine Verbesserung der Situation würde schon eintreten, wenn nur die bestehenden Vorschriften in allen EU-Ländern eingehalten würden, sagte sie. Auch Berninger trat für schärfere Kontrollen ein. Es sei zu wenig, wenn ein grob vorschriftswidriger Transport nur mit einem Bußgeld von wenigen hundert DM geahndet werde.

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