Exporteure schwach
Börse Tokio rettet sich ins Plus

Die Tokioter Börse hat am Freitag nach einem schwachen Verlauf im späten Geschäft die Verluste wettgemacht und etwas höher geschlossen. Händler sagten, der Markt habe sich trotz schwacher Exportwerte, der anhaltenden Kriegsängste und der negativen Vorgaben aus den USA aufgefangen.

rtr/dpa TOKIO. Händler erklärten dies mit Deckungskäufen ausländischer Marktteilnehmer vor dem Jahresende. Auch sollen japanische Fonds und Pensionskassen im Markt aktiv gewesen sein.

Der 225 führende Werte umfassende Nikkei-Index stieg um 0,23 % oder 19,31 Zähler auf auf 8406,88 Punkte. Das Tagestief lag bei 8305,80 und damit nur unwesentlich über dem im November markierten 19-Jahrestief. Der marktbreite Topix-Index ging mit einem Minus von 0,05 % oder 0,43 Punkten bei 822,46 Zählern aus dem Handel. Am Montag wird der Tokioter Aktienmarkt wegen eines nationalen Feiertages geschlossen bleiben.

Händler sagten, die Befürchtungen einer Intervention im Irak, die seit längerem die US-Aktien und den Dollar belasteten, hätten vor allem die grossen japanischen Exporteure wie etwa den Büromaschinen- und Kamerahersteller Canon, den Autokonzern Toyota Motor oder den Mobiltelefonproduzent und Halbleiterzulieferer Kyocera belastet. Andererseits habe der feste Yen den Importwerten geholfen. So habe der Papierkonzern Nippon Unipac Holding über sechs Prozent gewonnen.

Oracle Japan, die Tochter des gleichnamigen Softwarekonzerns Oracle , büssten über vier Prozent ein, nachdem Oracle am Vortag die Gewinnprognosen reduziert hatte. Diese Ergebniswanrung wiederum habe sich negativ auf die Kurse anderer IT-Unternehmen ausgewirkt. So verloren Fuji Soft ABC und Hitachi Software Engineering an Wert.

Das am Morgen von der Regierung vorgestellte Budgetprojekt 2003/04 habe keine grössere Reaktion ausgelöst. "Das Budget ist neutral für die Aktien", sagte Koichi Ogawa von Daiwa SB Investments. Steuerliche Einschränkungen hätten die Möglichkeiten der Regierung stark limitiert. Händler sprachen auch über einen Zeitungsbericht, in dem ein Vertreter der Regierungspartei gesagt habe, bevor das Fiskaljahr im März ende, dürfte es zu grösseren Konkursen kommen. "Das Problem der faulen Kredite hängt weiter über dem Markt", sagte Tsuyoshi Nomaguchi von Daiwa Securities. Die Banken dürften den Abbau der faulen Kredite bis dahin beschleunigen und dies dürfte mit Schaudern von den Unternehmen zur Kenntnis genommen werden. Ein Händler sagte dazu, damit solle das Gefühl für den Ernst der Lage verstärkt werden, um von der Regierung zusätzliche Mittel zu erhalten.

Um 15 Uhr Ortszeit notierte der US-Dollar leichter mit 120,65-68 Yen nach 121,13-16 Yen zur gleichen Zeit am Vortag. Der Euro notierte fester mit 1,0265-68 Dollar nach 1,0255-58 Dollar am Vortag zur gleichen Zeit.

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