Exportrekord der deutschen Hersteller werde sich "nicht wiederholen".
Autoindustrie erwartet stagnierende Beschäftigung

Die Autoindustrie erwartet nach Angaben ihres Verbandspräsidenten Bernd Gottschalk im kommenden Jahr eine stagnierende Beschäftigung. Nach dem in diesem Jahr noch 20 000 Stellen geschaffen worden seien, sei im nächsten Jahr nur mit einer Stagnation zu rechnen, sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) in einem Interview der Tageszeitung "Die Welt" (Montagausgabe).

dpa-afx BERLIN. "Wir haben den Höhepunkt des Zuwachses überschritten. Auch wenn es in dem einen oder anderen Fall noch Einstellungen geben wird. In der Summe werden wir 2002 mit einer stabilen Beschäftigung rechnen können."

Um die allgemeine Konjunkturschwäche zu überwinden, verlangt Gottschalk gegensteuernde Maßnahmen und psychologische Stützen. "Dabei sollte alles getan werden, was den Standort Deutschland verbessert, statt ein Strohfeuer abzubrennen", sagte Gottschalk.

Insbesondere die Belastungen für den Individualverkehr und den Gütertransport auf der Straße sollten nicht weiter erhöht werden. Die Verteuerungspolitik solle ein Ende haben. Gottschalk: "Transportkosten sind Standortkosten. Sonst kommt es nicht zur Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene, sondern zur Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland."

Für die Branche zeigte sich Gottschalk verhalten optimistisch. "Die Industrie wird sich auf ein schwächeres erstes Halbjahr einstellen müssen und eine hoffentlich bessere Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte." Die Zahl der Beschäftigten wird 2002 nicht steigen. "Wir haben den Höhepunkt des Zuwachses überschritten." Auch der diesjährige Exportrekord der deutschen Hersteller wird sich "nicht wiederholen". Zudem schloss der VDA-Chef nicht aus, dass die Autoproduktion "knapp unterhalb der Fünf-Millionen-Marke" liegen kann.

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