Exportzahlen sinken und Industrieproduktion verlangsame sich
Bank of Japan sieht zunehmende Konjunkturrisiken

vwd TOKIO. In zunehmenden Maße getrübt sieht die Bank of Japan (BoJ) die aktuelle inländische Wirtschaftsentwicklung. Wenngleich die Notenbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht der japanischen Konjunktur weiterhin eine graduelle Erholung bescheinigt, verweist sie auf die wachsenden Risiken, die sich aus der verlangsamenden Weltwirtschaft und anderen Faktoren ergeben. So sei derzeit neben einer Abschwächung des Exportwachstums auch eine deutliche Verlangsamung der Industrieproduktion zu beobachten. Die Exportschwäche erklärte die BoJ vor allem vor dem Hintergrund der nachlassenden Konjunkturdynamik in den USA und in Asien.

Leitzinsen unverändert

Der Monatsbericht folgt der Entscheidung vom vergangenen Freitag, die Leitzinsen unverändert zu lassen. Allerdings kündigte die BoJ am Freitag auch an, in Erwägung zu ziehen, die Liquiditätsversorgung der Wirtschaft weiter auszudehnen. Beobachter werteten dies als überraschend und sagten, mit dieser Ankündigung signalisiere die BoJ, wie ernst sie die derzeitigen Konjunktur-Risiken und die Schwäche am japanischen Aktienmarkt sehe. Wie kritisch es um die Erholung der japanischen Wirtschaft steht, zeigten am Montag auch die revidierten November-Daten für die Frühindikatoren. Der entsprechende Index musste auf 33,3 korrigiert werden, nachdem zunächst 57,1 gemeldet worden waren.

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