Externer Investor gefordert
Drama um Kinowelt ohne Ende

Wie ein Kinowelt-Sprecher am Montag mitteilte, würden die Gespräche mit den Banken über die Finanzierung des Unternehmens noch immer laufen. Zum Stand und zur Dauer der Verhandlungen wollte er jedoch keine Stellung nehmen.

cbu MÜNCHEN. Aus Bankenkreisen heißt es dazu, Kinowelt-Chef und Großaktionär Michael Kölmel habe noch immer keine konsensfähige Lösung präsentiert. "Der Konkurs kostet uns das meiste Geld", hieß es aber weiter.

Noch Anfang September hatten die Banken mit einem Konkurs gedroht. Damals hieß es, das vorgelegte Sanierungskonzept von Kölmel sei indiskutabel. Kinowelt wollte sich auf Filmverleih, Lizenzhandel und das DVD-Geschäft konzentrieren. Die Banken unter Führung von BHF-Bank, Hypo-Vereinsbank und ABM Amro fordern einen externen Investor.

Kinowelt hat insbesondere an einem 1999 mit dem Hollywood-Studio Warner Brothers geschlossenen Kauf eines Filmpakets für über 500 Mill. Mark schwer zu tragen. Bisher wurden aus diesem Paket kaum Lizenzen verkauft. Die beiden großen Privat-TV-Konzerne Pro-Sieben-Sat 1 und RTL boykottieren Kinowelt. Zuletzt ist das Lizenzgeschäft bei Kinowelt offenbar völlig zum Erliegen gekommen. Ein bereits verkündeteter Abschluss mit dem ZDF konnte noch nicht verbucht werden. Das Geschäft mit Warner solle jetzt rückgängig gemacht werden, berichtete am Montag die "Süddeutsche Zeitung". Die Verhandlungen befänden sich bereits "in der Schlussphase". Damit soll die drohende Pleite verhindert werden. Kinowelt ist offenbar nicht in der Lage, die noch ausstehenden Raten an Warner zu bezahlen. Deshalb blockiere Warner weitere Abschlüsse aus diesem Filmpaket. Die Kinowelt-Aktie legte am Montag zu.

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