Extra- und Praktiker-Märkte bleiben Sorgenkinder
Metro startet 2003 mit operativem Gewinnsprung

Der weltweit fünftgrößte Handelskonzern Metro ist mit einem rasanten Zuwachs beim operativen Ergebnis und einem Umsatzplus ins Jahr 2003 gestartet. Besonders die Vertriebslinien trugen mit einem satten Umsatzplus zum Wachstum im Konzern bei.

Reuters DÜSSELDORF. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern liege bei 22,2 Mill. ? nach einem Verlust von 5,9 Mill. ? im Vorjahr, teilte Metro am Mittwoch in Düsseldorf mit. Damit lag der Konzern weit über den Schätzungen der Analysten, die im Schnitt lediglich ein ausgeglichenes Ergebnis prognostiziert hatten.

Umsatz trifft Erwartungen von Analysten

Der Umsatz kletterte auf 12,1 (Vorjahr: 11,8) Mrd. ?, teilte Metro mit. Damit traf der Konzern die Erwartungen der Analysten, wobei das umsatzstarke Ostergeschäft in diesem Jahr nicht ins erste Quartal fiel. Währungsbereinigt legte der Umsatz damit um fünf Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum zu.

Selbst im Inland, wo der Einzelhandel mit großen Problemen zu kämpfen hat, stieg der Umsatz um 3,3 Prozent auf 6,69 Mrd. ?. Das Ergebnis je Aktie (EPS) stieg auf Minus 0,13 (Minus 0,17) Euro. Für das Gesamtjahr bekräftigte Metro das Ziel, den Umsatz vor Währungseffekten um rund fünf Prozent und das EPS um sechs bis zehn Prozent steigern zu wollen.

"Mit dieser positiven Geschäftsentwicklung ist die Metro Group gut in das Jahr 2003 gestartet", erklärte Konzernchef Hans-Joachim Körber. Zum Wachstum leisteten alle Konzernteile ihre Beitrag. Die Metro-Vertriebslinien hätten ihre Marktposition deutlich ausbauen können, teilte Metro mit. Die Elektronikfachmärkte Media Markt/Saturn legten etwa kräftig bei Umsatz und Ergebnis zu. Der Umsatz stieg hier um 11,3 Prozent auf 2,35 Mrd. ?, das Ebit kletterte um 9,5 Prozent auf 29,3 Mill. ?.

Metro kann damit für das Gesamtjahr auf weitere Zuwächse hoffen. Denn die ersten neun Monate des Geschäftsjahres - besonders das erste Quartal - sind im Handel überwiegend Kostenquartale. Den Löwenanteil seiner Ergebnisse verbucht der Konzern vor allem wegen des umsatzstarken Weihnachtsgeschäfts im vierten Quartal. Im Vorjahr, das als eines der schwersten in der Geschichte des Einzelhandels in der Bundesrepublik gilt, hatte Metro von seinem hohen Auslandsanteil am Umsatz profitieren und die massive Kaufzurückhaltung im Inland kompensieren können. Als Sorgenkinder hatten sich jedoch einmal mehr die Baumarktkette Praktiker und die Extra-Supermärkte gezeigt. Als Konsequenz daraus hatte Metro Mitte April eine tief greifende Restrukturierung bei Extra angekündigt. Unter anderem soll die Zahl der Extra-Märkte um 91 auf 400 reduziert werden. Extra verbuchte beim Ebit im ersten Quartal einen Verlust von 19,5 Mil. Euro. Mit der Umsetzung der Restrukturierung sei bereits begonnen worden, teilte Metro mit.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%