"Extrem hohe Kampfbereitschaft"
Gewerkschaft warnt Lufhansa-Passagiere vor Behinderungen

dpa BERLIN. Im Tarifstreit mit der Lufthansa hat die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) sofortige Behinderungen des Flugverkehrs durch Warnstreiks nicht ausgeschlossen. Michael Baron von Pilar, Mitglied der Tarifkommission, sagte am Montag im "ARD-Morgenmagazin": «Ab heute ist mit allem zu rechnen.» Nach dem Scheitern der Tarifgespräche mit der Lufthansa beginnt heute die Urabstimmung über einen Streik. Nach Gewerkschaftsangaben kann bis zum 3. Mai abgestimmt werden.

Pilar sprach von einer "extrem hohen" Streikbereitschaft seiner Kollegen und rechnete mit einem "Riesenvotum für Kampfmaßnahmen". Das könne man schon daran ablesen, dass es in den vergangenen Tagen eine Vielzahl von Neueintritten in die Gewerkschaft gegeben habe. Die Cockpit-Verhandlungsposition hielt er insgesamt für stark, weil es derzeit viel zu wenige Piloten gebe. Die Gewerkschaft fordert Einkommenserhöhungen von durchschnittlich mehr als 30 %.

Vor rund einer Woche hatte die VC, die für rund 4200 Piloten und Copiloten der Lufthansa die Tarifverhandlungen führt, die Gespräche in der vierten Runde für gescheitert erklärt. Die Lufthansa hatte vorgeschlagen, die Vergütungen in diesem Jahr in einer Bandbreite zwischen zehn und 16,7 % zu erhöhen.

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