Extremer Preiskampf
Daimler legt drei US-Werke kurzzeitig still

Reuters AUBURN HILLS. Die DaimlerChrysler AG wird in der kommenden Woche die Produktion in drei US-Werken vorübergehend ruhen lassen, um den Bestand an bereits gefertigten Fahrzeugen zu reduzieren. Der Konzern teilte am Mittwoch in Auburn Hills mit, dabei handele es sich um zwei Werke für die Produktion von Geländewagen der Marke Jeep bei Detroit und in Toledo im US-Bundesstaat Ohio sowie um ein Pkw-Werk in Bramalea im Bundesstaat Ontario. Ein Firmensprecher sagte, betroffen von der Maßnahme seien 13 600 Mitarbeiter.

DaimlerChrysler hatte Ende vergangener Woche die Führung bei ihrer angeschlagenen US-Tochter Chrysler ausgetauscht und den bisherigen Nutzfahrzeug-Chef Dieter Zetsche zum neuen Chrysler-Chef ernannt. Zugleich hatte der Stuttgarter Konzern angekündigt, die Ergebnisse bei Chrysler würden schlechter als erwartet ausfallen. Chrysler hatte im dritten Quartal 2000 einen Verlust von 579 Mill. Euro erwirtschaftet, sollte nach den ursprünglichen Plänen aber bereits im Schlussquartal des Jahres wieder in die Gewinnzone kommen. Chrysler leidet derzeit durch Modellwechsel besonders stark unter dem extremen Preiskampf auf dem US-Automarkt. Daher waren weitere zeitweilige Werksschließungen bereits erwartet worden.

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