Extremistengruppen bekennen sich zu Selbstmordanschlag
Zwei Palästinenser von Siedlern getötet

Jüdische Siedler haben in der Nacht zum Mittwoch im Westjordanland zwei Palästinenser getötet, die ihren Angaben zufolge in eine Kleinsiedlung bei Nablus eindringen wollten.

HB/dpa JERUSALEM/ RAMALLAH. Nach Angaben des israelischen Rundfunks ereignete sich der Zwischenfall nahe der jüdischen Siedlung Elon Moreh bei Nablus. Bei der Kleinsiedlung handelt es sich um eine von etwa hundert so genannter illegaler Vorposten, die radikale Siedler in den vergangenen Jahren ohne Genehmigung durch die Armee errichtet haben.

Inzwischen bekannten sich zwei palästinensische Extremistengruppen zu dem Selbstmordanschlag, bei dem am frühen Mittwochmorgen in Tel Aviv ein Attentäter drei Gäste mit in den Tod gerissen hatte. Fast 50 überwiegend junge Leute wurden bei der Explosion vor einer Bar nahe der Strandpromenade der Stadt zum Teil lebensgefährlich verletzt. Die Bar gilt seit langem auch als Treffpunkt von Angehörigen der US- Botschaft, die nur wenige Meter von dem Tatort entfernt liegt.

Nach der radikalen Hamas-Organisation bekannten sich am Morgen auch die Al-Aksa-Brigaden, der bewaffnete Arm der Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Jassir Arafat, zu der Tat. Ein Sprecher der Gruppe sagte, der Anschlag sei eine Botschaft an den neuen palästinensischen Ministerpräsidenten Mahmud Abbas, dass "niemand die Widerstandsbewegungen ohne eine politische Lösung (des Nahostkonflikts) entwaffnen kann". Abbas hatte die Beendigung der Gewalt am Dienstag zum wichtigsten Ziel seiner Politik erklärt und eine Entwaffnung der Extremisten angedeutet.

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