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EZB: Arbeitsproduktivität durch Reformen fördernDPA-Datum: 2004-07-08 11:26:31

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Staaten der Eurozone aufgefordert, durch die Beseitigung von strukturellen Hemmnissen die Produktivität zu erhöhen. Verkrustungen an den Arbeits- und Gütermärkten müssten aufgebrochen werden, heißt es in dem am Donnerstag vorgelegten Monatsbericht der EZB. Seit den achtziger und neunziger Jahren gebe es einen anhaltenden Rückgang der Produktivität in der Eurozone. Er stehe im Gegensatz zum Anstieg in den USA.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Staaten der Eurozone aufgefordert, durch die Beseitigung von strukturellen Hemmnissen die Produktivität zu erhöhen. Verkrustungen an den Arbeits- und Gütermärkten müssten aufgebrochen werden, heißt es in dem am Donnerstag vorgelegten Monatsbericht der EZB. Seit den achtziger und neunziger Jahren gebe es einen anhaltenden Rückgang der Produktivität in der Eurozone. Er stehe im Gegensatz zum Anstieg in den USA.

Die anhaltende Verlangsamung des Produktivitätsfortschrittes ist laut EZB mit einem kräftigeren Beschäftigungszuwachs zu erklären. Dieser spiegle die steigende Erwerbsbeteiligung und die Wiedereingliederung von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt wieder. Im Gegensatz zu den USA sei der vom kräftigen Beschäftigungswachstum ausgehende Abwärtsdruck auf das Produktivitätswachstum nicht durch ein beschleunigtes Wachstum der totalen Faktorproduktivität wettgemacht worden.

BILDUNGSSYSTEME REFORMIEREN

Die Entwicklung der Produktivität sei jedoch in den einzelnen Wirtschaftssektoren unterschiedlich verlaufen, schreibt die EZB. Insbesondere im verarbeitenden Gewerbe sei sie stabil geblieben. Im Baugewerbe und im Sektor Finanzierung und Unternehmensdienstleistungen sei sie jedoch zurückgegangen und habe schließlich negative Wachstumsraten aufgewiesen.

Nötig ist laut EZB eine rasche Umsetzung der Agenda von Lissabon. Erst wenn es dem Euroraum gelinge, die Vorteile von Innovationen und der weiten Verbreitung neuer Technologien auszuschöpfen, werde er auch seine langfristigen Aussichten für das Produktivitätswachstum verbessern können. Der Wettbewerb müsse insbesondere durch den Abbau von vorhandenen Marktzugangsbeschränkungen insbesondere im Dienstleistungssektor gefördert werden. Entschlossene Reformen der Arbeitsmärkte und Bildungssysteme dürften zu einem größeren Angebot an Fachkräften führen.

In den Industrieländern ist das Wachstum der Arbeitsproduktivität laut EZB die wichtigste Bestimmungsgröße für längerfristige Erhöhungen des Produktionspotenzials und des Lebensstandards.

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