EZB erwägt, die folgende Generation von Euroscheinen mit dem Chip auszustatten
My-Chip erfasst Personendaten

Hitachi hat "My-Chip" entwickelt, der die Verfolgung elektronischer Spuren erleichtern soll. Dieser Chip ist das weltweit kleinste drahtlose Gerät, das zur Verfolgung eine einzigartige ID-Nummer aussendet.

HB. In der Informationsgesellschaft von heute hinterlässt jeder eine elektronische Spur. Die Benutzung eines Geldautomaten oder der Einkauf per Kreditkarte, ein Telefonanruf oder das Einloggen ins Internet ermöglicht die Erstellung eines elektronischen Profils, das mit jeder Station immer klarer wird.

Der My-Chip, eine Entwicklung der Firma Hitachi, könnte es noch leichter machen, unsere digitalen Spuren zu verfolgen. Dieser Chip ist das weltweit kleinste drahtlose Gerät, das eine einzigartige ID-Nummer aussendet. Mit einer Abmessung von nur 0,4 Quadratmillimetern ist er klein genug, um in Papier eingewoben zu werden. Der kleine Chip könnte große Folgen haben: Die Europäische Zentralbank (EZB) erwägt angeblich, die nächste Generation der neuen Euro-Banknoten mit My-Chips auszurüsten. Damit wäre der Weg jeder Banknote nachvollziehbar. Scanner an der Supermarktkasse oder im Geldautomaten könnten so jeden Geldschein einer Person zuordnen.

Folgende Microchips "IMSI-Catcher" ortet Mobiltelefone

In aller Stille hat der Gesetzgeber eines der umstrittensten Mittel im Anti-Terror-Kampf legalisiert. Der so genannte IMSI-Catcher ermöglicht der Polizei, Mobiltelefone zu orten und zu identifizieren. Die Abgeordneten billigten ohne weitere Beratung einen Gesetzesentwurf der rot-grünen Bundesregierung, der den Einsatz des IMSI-Catchers bei "Straftaten von erheblicher Bedeutung" erlaubt, so berichtet der "Spiegel". Mit dem etwa schuhkartongroßen Gerät können die Strafverfolger auch dann Verdächtige überwachen, wenn diese auf andere Namen zugelassene Handys benutzen.

Auch Unbeteiligte können unbemerkt abgehört werden

Allerdings - und das macht den Catcher so umstritten - werden die Daten sämtlicher Mobiltelefone im Umkreis von etwa 100 Metern erfasst, ohne dass die Besitzer es erfahren. Auch deren Gespräche können abgehört werden. Datenschützer haben deshalb Bedenken gegen den Einsatz des Geräts. Die mehr als 50 000 Euro teuren Boxen waren von Ermittlern jahrelang ohne ausdrückliche gesetzliche Grundlage eingesetzt worden, schreibt das Nachrichtenmagazin weiter. Das neue Gesetz erlaubt das Abhören nun nach einem richterlichen Beschluss.

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