EZB geht von Preisstabilität aus
"Außenwert" des Euros beeinflusst Kaufkraft indirekt

Die Kaufkraft der 300 Mill. Verbraucher in der Euro-Zone ist durch die Schwäche der Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar indirekt gefährdet.

dpa FRANKFURT/MAIN. Zwar sank der Außenwert der europäischen Gemeinschaftswährung seit Einführung Anfang 1999 gegenüber dem Dollar um rund ein Viertel und gegenüber dem britischen Pfund immerhin 15 %. Diese Schwäche am Devisenmarkt hat jedoch nur eine geringe Auswirkung auf die Kaufkraft der Bürger in der Euro-Zone.

Betroffen sind lediglich einige Importwaren, darunter vor allem Rohstoffe, die zumeist in Dollar abgerechnet werden. Nicht berührt sind aber Produkte, die aus den Euro-Partnerländern eingeführt werden. Denn das Tauschverhältnis der Euro-Währungen untereinander ist seit Neujahr 1999 unwiderruflich festgezurrt.

Das Verhältnis zum Dollar oder anderen Währungen spiegelt nur den so genannten "Außenwert" wider, nicht aber den für die Stabilität der Währung entscheidenden "Binnenwert". Gefahren für den "Binnenwert" drohen nur, wenn der Preisauftrieb in der Eurozone dauerhaft überhand nimmt. Die Europäische Zentralbank (EZB) geht von Preisstabilität aus, so lange die jährliche Inflationsrate unterhalb der Warnschwelle von 2 % liegt.

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