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EZB: Keine Erholung im nächsten Quartal

Das Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone bleibt nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) bis einschließlich Anfang 2002 schwach.

rtr FRANKFURT. "Die Wirtschaftstätigkeit scheint im vierten Quartal 2001 weiterhin ausgesprochen gedämpft zu sein", heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht der EZB. Im dritten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fast nicht gewachsen. Für das kommende Jahr erwarten die EZB-Volkswirte aber eine Erholung. Das Niveau der EZB-Leitzinsen sei angemessen zur Sicherung stabiler Preise auf mittlere Sicht. Die Inflation werde 2002 deutlich unter zwei Prozent fallen. Die EZB bekräftigte, sie sei nicht zu automatischem Reagieren auf ein Abweichen des Geldmengenwachstums vom Referenzwert verpflichtet.

"Anfang 2002 dürfte das reale BIP-Wachstum schwach bleiben", heißt es im Monatsbericht. Insgesamt seien aber die Bedingungen für eine Erholung im Verlauf des kommenden Jahres gegeben. Die Fundamentaldaten in der Euro-Zone seien solide und es bestünden keine größeren Ungleichgewichte. "Ferner werden der jüngste Rückgang der Ölpreise und der erwartete weitere Rückgang der Verbraucherpreisinflation zu einer Erholung des real verfügbaren Einkommens führen", prognostizieren die EZB-Volkswirte. Dies werde die Binnennachfrage stützen. Zu den im Monatsbericht veröffentlichten Wachstumsprojektionen des Eurosystems heißt es, die Wachstumsperspektiven seien insgesamt mit besonders hoher Unsicherheit behaftet.

Das Projekt der Einführung des Euro-Bargelds verlaufe wie geplant. Die Umstellung werde sich nicht unmittelbar auf das Preisniveau in der Euro-Zone auswirken, und auch der Einfluss der Bargeldausgabe auf das Wachstum der Geldmenge M3 sei sehr begrenzt. Die EZB warnte die Mitgliedstaaten davor, angesichts der erwarteten schlechteren Haushaltspositionen in finanzpolitischen Aktionismus zu verfallen.

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