EZB-Nachfolge
Untersuchungen könnten bis Frühjahr 2003 dauern

Die Untersuchungen über die Rolle des französischen Notenbankgouvernors Jean-Claude Trichet beim Zusammenbruch von Credit Lyonnais werden sich vermutlich bis Frühjahr 2003 hinziehen.

vwd PARIS. Sollte die Staatsanwaltschaft keine Berufung dagegen einlegen, Trichet vor Gericht zu stellen, wird der Fall vermutlich erst im Mai oder Juni 2003 verhandelt, hieß es am Dienstag aus juristischen Kreisen in Paris. Damit könnte es für Trichet schwierig werden, zum Juli 2003 - wenn der derzeitige Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Wim Duisenberg zurücktritt - dessen Position einzunehmen.

Der Pariser Untersuchungsrichter Philippe Courroye hatte am Dienstag entschieden, den bislang aussichtsreichsten EZB-Kandidaten vor ein Gericht zu stellen. Die Staatsanwaltschaft hat nun fünf Tage Zeit, hiergegen Einspruch zu erheben. Justizkreisen zufolge ist dies jedoch nicht sehr wahrscheinlich. Trichet werden Bilanzmanipulationen beim Credit Lyonnais vorgeworfen. Weder die französische Notenbank noch die Regierung in Paris wollten die Entwicklung weiter kommentieren.

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