EZB senkt die Zinsen
Kommentar: Zinsgeschenk zu Nikolaus

Da haben in diesem Jahr endlich auch einmal die Akteure an den Finanzmärkten und damit die gesamte Wirtschaft ein Geschenk zu Nikolaus in ihrem Stiefel.

HB DÜSSELDORF. Da haben in diesem Jahr endlich auch einmal die Akteure an den Finanzmärkten und damit die gesamte Wirtschaft ein Geschenk zu Nikolaus in ihrem Stiefel.

Die EZB hat sich lange geziert und am Ende doch dem Wünschen und Hoffen der Märkte nachgegeben. Die europäischen Leitzinsen wurden gesenkt. Der Zinsschritt ist mit 0,50 Prozentpunkten erwartet deutlich ausgefallen. Auf dem Börsenparkett gab es deshalb vereinzelte Jubelrufe, der Dax stieg unmittelbar nach der Entscheidung um 35 Punkte, der Euro gab leicht nach.

Eine frohe Botschaft also: Die EZB hat die Inflation im Griff, nun darf die Wirtschaft wieder wachsen. Um einer weiteren Wachstumsabschwächung gegenzusteuern, war ein deutlicherer Zinsschritt auch dringend erforderlich. Wird diese Maßnahme fruchten? Sicher nicht automatisch, denn die Zinsen in Deutschland waren nicht zu hoch. Investitionsentscheidungen in unserem Land wurden nicht wegen zu hoher Zinsen verschoben, sondern weil es in Deutschland zunehmend schwieriger wird, profitable Investitionsmöglichkeiten für das geliehene Geld zu finden.

Jetzt muss nur noch die Politik ihren Beitrag zum Wachstum durch bessere Rahmenbedingungen leisten - das wäre doch eine schöne Geschenkidee zu Weihnachten.

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