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EZB stuft Bedeutung der Geldmenge herab

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Bedeutung der Geldmengenentwicklung für die Zinspolitik herabgestuft.

dpa-afx HAMBURG. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Bedeutung der Geldmengenentwicklung für die Zinspolitik herabgestuft. "Die allgemeine Entwicklung (des Denkens in der EZB) ist, dass Geld eine Rolle spielt, aber es spielt nach wie vor eine Rolle für die mittlere und lange Frist, während die Bedeutung monetärer Aggregate für die kurze Frist deutlich abnimmt, weil es heutzutage mehr Möglichkeiten zur kurzfristigen Portfolioumschichtung gibt", sagte Christian Noyer, Präsident der Banque de France und EZB-Ratsmitglied, der "Financial Times Deutschland" (Freitagsausgabe).

Das deutet darauf hin, dass in den Augen der EZB die Bedeutung der monetären Analyse für die Inflation und damit die praktische Zinspolitik weiter abnimmt. Sie hatte die Rolle der Geldmenge aber bereits 2003 im Rahmen ihrer Strategierevision zurückgestuft, gewährt ihr offiziell aber weiter ein wichtige Rolle. "Es gibt Anzeichen für Unregelmäßigkeiten in der Geldnachfrage, aber es ist zu früh, um zu entscheidend ob es sich dabei um statistischen Lärm oder strukturelle Veränderungen handelt", sagte Noyer. Eine gewisse Stabilität der Geldnachfrage gilt als Voraussetzung für eine prominente Rolle der Geldmenge in der Zinspolitik.

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