EZB-Zinsentscheid
Kommentar: Starrsinn erwünscht

Seit dem ersten Zinsschritt der Fed im Januar wird die Europäische Zentralbank im Zwei-Wochen-Rhythmus bedrängt, die Zinsen zu senken. Wenn die EZB dann - wie auch am Donnerstag - den Ruf nicht erhört, werfen ihr Kritiker Starrsinn vor und bereiten die Drohkulisse für die nächste EZB-Ratssitzung vor.

Wie lange soll dieses Ritual eigentlich noch anhalten? Die EZB hat klar gestellt, dass sie derzeit keinen Grund sieht, die Geldpolitik zu lockern. Das Wachstum im Euro- Raum ist nicht berauschend, aber ordentlich. Selbst der Internationale Währungsfonds, einer der drängendsten Befürworter einer leichten europäischen Zinssenkung, prognostiziert für Euro-Land "ziemlich robuste" Wachstumsraten. Und die Preisgefahren sind nicht verschwunden: Die Preise klettern, auch weil wegen BSE und MKS die Nahrungsmittel teurer werden. Die deutschen Gewerkschaften kündigen zudem harte Tarifrunden an.

In solchen Zeiten ist geldpolitischer Starrsinn erwünscht.

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