EZB-Zinssenkung beflügelt
Wall Street schließt uneinheitlich

Die New Yorker Aktienmärkte haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Während die Standardwerte Händlern zufolge von positiven Umsatzmeldungen aus dem US-Einzelhandelssektor profitieren konnten, gaben die Technologiewerte frühere Gewinne wieder preis und rutschten in negatives Terrain.

rtr NEW YORK. Der Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte beendete den Handel mit einem Plus von 0,4 Prozent oder 43,46 Zählern auf 10.910,44 Punkten, während der breiter gefasste S&P 500 um 0,03 Prozent auf 1255,19 Zähler sank. Der technologielastige Nasdaq-Index schloss 1,29 Prozent oder 27,81 Zähler tiefer auf 2128,82 Punkten.

Positiv hatten sich nach Aussagen von Marktteilnehmern die Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of England ausgewirkt. "Es gab Befürchtungen, dass sich die europäische Konjunktur ähnlich stark abschwächen könnte wie die amerikanische. Der Zinsentscheid der EZB hat vielen Anlegern wieder Vertrauen gegeben", sagte Henry Herrmann, Chefinvestor bei Waddell & Reed. Die EZB und die Bank of England hatten zuvor bekannt gegeben, die Leitzinsen um jeweils 25 Basispunkte zu senken, was auch an den europäischen Märkten zu kräftigen Kursgewinnen führte.

Im Sektor der Standardwerte standen nach Angaben von Händlern die Papiere einiger US-Einzelhandelsunternehmen im Mittelpunkt des Interesses. Die Papiere der Einzelhandelskette Wal-Mart legten um 3,55 Prozent auf 53,42 Dollar zu, nachdem das Unternehmen einen starken Umsatzanstieg im April bekannt gegeben hatte. Konkurrent Home Depot kletterte um 1,53 Prozent auf 49,25 Dollar.

Bei den Technologiewerten befanden sich unter anderem einige Halbleiterwerte unter den Gewinnern. So schloss beispielsweise KLA-Tencor um 1,19 Prozent höher auf 50,12 Dollar. Die Investmentbank Morgan Stanley hatte zuvor sechs Unternehmen des Halbleitersektors heraufgestuft mit der Begründung, deren Aktienkurse hätten die Talsohle wohl erreicht. Bei Umsätzen von insgesamt einer Milliarde Aktien standen sich an der Wall Street 1856 Gewinner und 1225 Verlierer gegenüber. An der Nasdaq wechselten rund 1,7 Milliarden Papiere den Besitzer. Dabei schlossen 1904 Titel im Plus und 1944 im Minus.

Am US-Anleihenmarkt notierten die richtungweisenden 30-jährigen Bonds 8/36 tiefer und erbrachten eine Rendite von 5,75 Prozent.

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