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Faber-Castell will auf chinesischen Markt

Der weltweit größte Bleistift-Hersteller Faber-Castell will stärker auf dem chinesischen Markt Fuß fassen. Besonders durch die in China typischen Ein-Kind-Familien seien Impulse für den Verkauf auch höherpreisiger Produkte zu erwarten, sagte der geschäftsführende Gesellschafter der Faber-Castell AG, Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell, am Donnerstag in Stein bei Nürnberg.

dpa STEIN. Bereits im März eröffnete das Unternehmen deshalb eine Fabrik im Süden des Landes, in dem Produkte aus anderen Werken Asiens bearbeitet werden. In der Region Asien/Pazifik erzielte die Faber - AG bereits im Geschäftsjahr 2000/01 (31. März) eine Umsatzsteigerung um rund ein Drittel auf 93 Mill. DM.

Der konsolidierte Gruppen-Umsatz stieg im vergangenen Geschäftsjahr um 18 Prozent auf 616 Mill. DM (315 Mill. Euro). 596 Mill. DM entfielen dabei auf die Faber-Castell AG, die mit Faber - Consulting (Unternehmensberatung) und Faber-Castell Projetos Imobiliarios (Immobilienprojekte) die Unternehmensgruppe bildet.

Erheblich belastet wurde das Ergebnis durch das Scheitern von US- amerikanischen Internet-Handelspartnern. "Das war eine ganz böse Überraschung für uns", sagte Graf von Faber-Castell. Neben massiven Umsatzeinbußen habe man 1,4 Mill. DM durch Forderungs- Abschreibungen verloren. Der Konzern will deshalb verstärkt neue Vertriebskanäle erschließen. So sollen Bastel-Produkte über den Spielwarenhandel abgesetzt werden. Der Konzern stehe in diesem Zusammenhang kurz vor einem Vertragsabschluss mit dem französischen Spielwaren-Hersteller Berget.

Schlechte Erfahrung mit Dot-Com-Unternehmen

Neben den schlechten Erfahrungen mit Dot-Com-Unternehmen hatten im vergangenen Geschäftsjahr außerdem große Anlaufschwierigkeiten im neuen Stifte-Werk in Costa Rica das Ergebnis gedrückt. Wegen dieser zwei "kalten Duschen" sei die Umsatzrendite nach Steuern auf 1,3 Prozent des Netto-Gruppenumsatzes gesunken (1999/2000: 3,4 Prozent).

Für das nächste Geschäftsjahr geht Faber-Castell von einer "erheblichen Erholung" dieses Wertes und einer weiteren Umsatzsteigerung aus. Vorrangiges Ziel sei eine deutliche Ertragssteigerung auf mehr als vier Prozent, sagte Graf von Faber- Castell. Erst nach der Verbesserung des Gewinns werde man über einen Börsengang nachdenken, sagte er weiter.

Faber-Castell produziert jährlich 1,8 Milliarden Blei- und Farbstifte. Zum 1. April 2000 war die Holdinggesellschaft in eine AG umgewandelt worden.

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