Fachmesse Systems startet mit regem Besucherinteresse
IT-Branche fordert mehr Aufträge vom Staat

"Wir sehen zu unserem positiven Erstaunen, dass wir volle Messehallen haben", sagte der zuständige Bereichsleiter der Messe München, Kurt Schraudy. Offenbar hätten sich viele Firmen mit der Krise abgefunden und blickten jetzt nach vorn.

HB MÜNCHEN. Unter dem Eindruck der Konjunkturkrise wünscht sich die IT-Branche mehr öffentliche Aufträge. Der Fachverband Bitkom forderte ein "durchgängiges digitales Gesamtkonzept" für die öffentliche Verwaltung. Wenn Dienstleistungen der Behörden über das Internet genutzt werden könnten, komme dies Bürgern, Unternehmen und Behörden zugute, sagte Bitkom-Vizepräsident Willi Berchtold.

Die neue Bundesregierung sollte einen "E-Government-Beauftragten" einsetzen, der einen Masterplan für die Umsetzung aller digitalen Projekte in der Verwaltung erstellen soll. Das Projekt Bund Online 2005 sei ein richtiger Ansatz. Diese Pläne für die Bereitstellung von mehr als 350 Dienstleistungen der Bundesverwaltung im Internet müssten auf Länder und Gemeinden ausgeweitet werden. "Wir fordern die Bundesregierung auf, eine bindende Übereinkunft der Länder im Sinne eines Staatsvertrags E-Government zu formulieren."

Rund 1 600 Aussteller zeigen bis Freitag in acht Hallen des Münchener Messegeländes Neuheiten an Hardware, Software, IT-Dienstleistungen und Telekom-Angeboten. Die Zahl der Aussteller ist zum zweiten Mal in Folge deutlich zurückgegangen: Sie ist um ein Viertel niedriger als im vergangenen Jahr.

2001 kamen 121 000 Besucher zur Systems. In diesem Jahr wurde eine neue Online-Registrierung eingeführt, die vor Messebeginn von 20 000 Besuchern genutzt wurde. Dieser Wert habe die Erwartungen um das Doppelte übertroffen, sagte Schraudy und fügte hinzu: "Wir arbeiten jetzt darauf hin, das Vorjahresergebnis zu erreichen." Zu den Schwerpunkten der Messe gehören in diesem Jahr die Datenfunktechniken UMTS und Wireless LAN sowie Sicherheitslösungen. Bei der Software interessieren vor allem Angebote, die Kostenvorteile versprechen, und die Integration unterschiedlicher Geschäftsanwendungen auf einer gemeinsamen technischen Plattform.

Die Hardware-Anbieter leiden am meisten unter einer ausgeprägten Investitionszurückhaltung, zudem scheint sich das Innovationstempo bei Computer-Bauteilen etwas verlangsamt zu haben.

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