Fähren und Kriegsschiffe sind gefragt
HDW entlässt im Handelsschiffbau 250 Mitarbeiter

Die Kieler Howaldtswerke Deutsche Werft (HDW) wird den Bau von Handelsschiffen künftig stark einschränken und deshalb knapp 250 Mitarbeiter entlassen. "Wir konzentrieren uns auf den Bau von Fähren und Kriegsschiffen", erklärte HDW-Sprecher Jürgen Rohweder am Freitag.

WiWo/ap HAMBURG. 285 Mitarbeiter seien bereits aus dem Bereich Handelsschiffbau in den U-Bootbau überführt worden, weitere 255 sollen anderweitig im Betrieb untergebracht werden. Die Entlassenen sollen nach Angaben von Rohweder in einer eigens zu gründenden Qualifizierungsgesellschaft bei der Ausbildung und der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz unterstützt werden.

Als Gründe für die Umstrukturierung nannte der Sprecher unter anderem internationale Wettbewerbsverzerrungen im Handelsschiffbau und die dadurch bedingten schlechten Aussichten. Der Handelsschiffbau sei seit langem rückläufig. Rohweder sagte aber auch, dass bei entsprechenden Auftragseingängen weiterhin Handelsschiffe gebaut werden sollten.

Die Werft war erst kürzlich an den amerikanischen Investor One Equity Partners verkauft worden. HDW-Chef Klaus Lederer hatte damals betont, das Unternehmen werde auf jeden Fall Universalwerft bleiben. Die Amerikaner hätten zugesichert, dass neben den Militärschiffen weiterhin Handelsschiffe gebaut werden sollen. Hinzu kämen Spezialschiffe wie Schnellfähren und mittlere Kreuzfahrer.

One Equity Partners hatte 75 Prozent minus eine Aktie der HDW erworben und der ThyssenKrupp AG und der Ferrostaal AG jeweils 15 Prozent der HDW-Anteile angeboten. Kurz darauf wurde eine intensive Kooperation der Thyssen Nordseewerke GmbH und der Blohm + Voss GmbH mit der HDW beschlossen.

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