Fälschungssichere Ausweise
In die USA nur mit Finger-Prints

Bei der Einreise in die USA sollen für Touristen und Geschäftsreisende künftig verschärfte Regeln gelten. Unter anderem müssen sie Pässe oder Visa mit biometrischen Merkmalen wie Fingerabdrücken oder Iriserkennung vorweisen.

 

dpa WASHINGTON. Das hat das US- Abgeordnetenhaus mit 411 Stimmen ohne Gegenstimme am Mittwoch beschlossen. Das Gesetzespaket war vom Senat bereits im April befürwortet worden und geht jetzt zu Präsident George W. Bush, dessen Unterschrift nach Medienberichten bereits in der kommenden Woche erwartet wird.

Das Gesetz sieht vor, dass die US-Behörden spätestens ab Oktober 2004 Visa an Ausländer ausstellen müssen, die eine eindeutige Identifizierung durch digitale Technik ermöglichen. Die US-Einreisestellen sollen bis dahin mit Geräten ausgerüstet werden, die die neuen Reisedokumente lesen können. Alle Pässe von Ausländern müssen maschinenlesbar und fälschungssicher sein.

Nach Angaben von Experten gelten deutsche Pässe in den USA als fälschungssicher, würden also diese Anforderung erfüllen. Allerdings enthalten sie keine biometrischen Merkmale. Die Frage eines Fingerabdruckes in Pässen und Personalausweisen hatte in der Bundesrepublik zum Streit zwischen SPD und Grünen geführt.

Deutschland ist wie zahlreiche andere, zumeist westliche, Länder von der Visumpflicht befreit. Dieses so genannte "Visa Waiver Programm" bedeutet, dass Deutsche mit einem gültigen Pass ohne ein Visum in die USA einreisen und bis zu 90 Tage bleiben dürfen. Sie müssen im Flugzeug nur ein Einreiseformular ausfüllen, können sich allerdings alternativ auch von der amerikanischen Botschaft in Deutschland ein Visum ausstellen lassen.

Das Gesetz sieht nun vor, dass alle Länder, die an dem "Visa Waiver Programm" weiter teilnehmen wollen, bis zum Oktober 2004 die Auflagen der USA erfüllen und Pässe mit biometrischen Merkmalen ausstellen müssen.

Ausländische Studenten werden bei ihrer Einreise ebenfalls schärfer überprüft. So kontrolliert die Einwanderungsbehörde künftig, ob sie sich wirklich an einer Universität in den USA eingeschrieben haben.

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