Färinger körperlich und taktisch auf der Höhe
Kahn denkt schon an den Urlaub

Die deutsche Fußball-Nationalelf kann aufatmen. Der knapp vier Wochen dauernde Generalstreik auf den Färöer-Inseln ist beigelegt worden. Die ungelernten Arbeiter auf der Inselgruppe, von denen besonders viele in den Häfen arbeiten, hatten deutlich mehr Lohn gefordert und setzten sich durch. Benzin, Gemüse und selbst Fisch waren schon knapp geworden.

TORSHAVN. "Von den Färöer weiß ich eigentlich nur, dass die sehr viele Schafe haben", sagte Stürmer Miroslav Klose während der Pressekonferenz und hatte die Lacher der Journalisten auf seiner Seite. Co-Trainer Michael Skibbe kannte sich schon besser aus, er hatte sich dort bereits ein Spiel angeschaut. Ihm hat es "dort außerordentlich gut gefallen". Auch die Bedingungen seien insofern okay, als das Mannschaftshotel direkt am Stadion liege.

Berti Vogts hatte sich nach der Partie seiner Schotten im Nordatlantik noch beschwert und eine seiner beliebten Verschwörungstheorien gesponnen. Denn die Schotten mussten noch im alten Stadion in Toftir spielen und dafür auch eine Stunde mit dem Schiff fahren. Die Deutschen hingegen hätten so mal wieder einen Vorteil. Bereits beim 0:1 seines Teams in Litauen hatte Vogts sich über die Ansetzung des Schiedsrichters beschwert. Der kam aus Österreich und wäre ja damit per se ein Freund der Deutschen. Die alte deutsch-österreichische Sportfreundschaft konnte Vogts allerdings selbst bei Austrias legendärem 3:2-Sieg gegen die DFB-Auswahl bei der WM 1978 miterleben.

Ähnlich unglücklich wie damals die Deutschen haben am Wochenende die Färinger ihr Spiel verloren. Dabei fiel das entscheidende Tor für die Isländer erst in der Nachspielzeit. Die Deutschen sollten also gewarnt sein, was sie nach dem mühseligen 2:1 im Hinspiel ohnehin sein dürften. Körperlich und taktisch, so Skibbe, seien die Färinger voll auf der Höhe der Fußballzeit: "Man kennt das aus dem Pokal: ein guter Regionalligist kann einen schlechten Bundesligisten schlagen."

Immerhin sind alle deutschen Spieler mit Ausnahme des Bremers Frank Baumann wieder fit. Für den gesperrten Torsten Frings rückt Paul Freier auf die rechte Seite, Stürmer Miroslav Klose muss vermutlich für Oliver Neuville weichen. Oliver Kahn meinte: "Ich glaube, dieses Spiel wird nicht so schwer. Noch einmal 90 Minuten geben und dann vier Wochen in Urlaub fahren."

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