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FAG Kugelfischer erwartet Gewinnwachstum um mehr als 50 %

Der Jahresüberschuss werde 2000 um rund 51 % auf über 65 (Vorjahr: 43) Euro steigen, sagte Vorstandschef Uwe Loos heute. Damit ist die Kriegskasse für mögliche Zukäufe gefüllt.

Reuters MÜNCHEN. Der Schweinfurter Wälzlagerhersteller FAG Kugelfischer hat seine Umsatzprognose für das laufende Jahr noch einmal angehoben und erwartet einen Gewinnzuwachs um mehr als 50 %. Der Jahresüberschuss werde 2000 um rund 51 % auf über 65 (Vorjahr: 43) Euro steigen, sagte Vorstandschef Uwe Loos am Mittwoch laut Redetext auf einer Pressekonferenz in München. Beim Konzernumsatz rechnet die FAG Kugelfischer Georg Schäfer AG mit einem Zuwachs um 17 % auf 2,2 (1,9) Mrd. Euro. Bisher war das Unternehmen von einem Umsatzwachstum von 14 % und einem im Vergleich dazu "deutlich überproportionalen" Ergebniszuwachs ausgegangen.

In den elf Monaten bis November hat sich der Konzernumsatz den Angaben zufolge um 18 % auf 2,0 (1,7) Mrd. Euro erhöht. Der Auftragseingang stieg um 27 % auf fast 2,2 Mrd. Euro. Das Wachstumstempo sei ungebrochen, hieß es. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll den Planungen zufolge im laufenden Jahr mit über 160 Mill. Euro um 20 % über dem Vorjahreswert liegen. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital werde auf über 10,5 von 9,1 % steigen. Im Jahr 2001 solle die erreichte Margenstärke weiter ausgebaut werden, kündigte Loos an.

An den Ergebniszuwächsen hätten die fünf Unternehmensbereiche unterschiedlichen Anteil, sagte der Vorstandschef. Während der zweitgrößte Bereich, die Automobiltechnik, durch Anlaufverluste für ein neues Werk in Ungarn und Produktanläufe in Kanada und Schweinfurt die Erwartungen des Unternehmens verfehlen werde, habe die Näh- und Fördertechnik mit der börsennotierten Tochter Dürkopp Adler AG die Ergebniswende geschafft und werde ein Ergebnis vor Steuern von vier (minus neun) Mill. Euro beisteuern.

Dürrkopp Adler soll verkauft werden

Weiterhin kündigte das Schweinfurter Unternehmen an, seine in die Gewinnzone zurückgekehrte Tochter Dürkopp Adler verkaufen zu wollen. "Die Braut ist jetzt hübsch genug und kann zum Altar geführt werden", sagte Vorstandschef Loos. Ziel sei ein Umsatzanteil der drei Weltregionen Europa, Amerika und Asien von jeweils einem Drittel, so Loos. Derzeit setzt bisher 50 % in Europa um, 30 % in Amerika und 20 % in Asien.

Auch Zukäufe deutet er an: "Wir sind gerüstet für neue Taten", sagte Finanzvorstand Gerhard Vogel. "Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, wir führen keine Gespräche mit Wettbewerbern", ergänzte Loos.

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