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FAG Kugelfischer geht in Schaeffler-Gruppe auf

Der traditionsreiche Schweinfurter Wälzlagerhersteller FAG Kugelfischer geht drei Jahre nach der Übernahme endgültig in der Herzogenauracher Schaeffler-Gruppe auf.

dpa-afx HERZOGENAURACH/SCHWEINFURT. Der traditionsreiche Schweinfurter Wälzlagerhersteller FAG Kugelfischer geht drei Jahre nach der Übernahme endgültig in der Herzogenauracher Schaeffler-Gruppe auf. Die FAG Kugelfischer AG sowie die INA-Schaeffler KG würden im kommenden Jahr zur neuen Schaeffler KG zusammengefasst, teilte INA am Mittwoch mit. Die eingeführte Marke FAG soll bestehen bleiben.

Für die Mitarbeiter des neuen Unternehmens ergäben sich keine Änderungen, hieß es. Die IG Metall erklärte dagegen, FAG werde "ausradiert". Da es künftig keinen Aufsichtsrat mehr geben werde, bedeute die Entscheidung den Abschied von der Mitbestimmung bei FAG. Informations- und Beteiligungsrechte der Arbeitnehmer gingen verloren.

Die Zusammenführung soll nach Unternehmensangaben in mehreren Schritten erfolgen. Zunächst erwerbe die INA-Schaeffler KG zum 31. Dezember 2004 die FAG Kugelfischer AG & Co. oHG, die das operative deutsche FAG-Geschäft umfasst. Im Jahresverlauf 2005 werde die Zusammenführung im Wege der so genannten Anwachsung bei gleichzeitiger Umfirmierung in die Schaeffler KG erfolgen. Schweinfurt wird Sitz der Geschäftsleitung der Sparte Schaeffler - Gruppe Industrie.

INA verspricht sich von diesem Vorgehen eine effizientere Nutzung gemeinsamer Ressourcen etwa bei Forschung und Entwicklung, die Beschleunigung interner Prozesse sowie bessere Entwicklungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter.

INA hatte FAG im Herbst 2001 nach einem spektakulären Kampf übernommen. Die Schaeffler-Gruppe mit INA, FAG und LuK (Bühl) erzielt als Anbieter von Wälzlagern und Zulieferer für die Autoindustrie nach eigenen Angaben mit weltweit 57 000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund sieben Mrd. Euro.

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