Fahnen auf Halbmast
Enschede gedenkt der Opfer der Explosionskatastrophe

Am zweiten Jahrestag der Explosion einer Feuerwerksfabrik im niederländischen Enschede haben die Einwohner der Stadt am Montag der 22 Todesopfer des Unglücks gedacht. Die Fahnen an öffentlichen Gebäuden seien zum Zeichen der Trauer auf Halbmast gesetzt worden, sagte die Sprecherin der Stadt, Anja de Jong, am Montag.

dpa ENSCHEDE. Am Abend wollten Bürgermeister Jan Mans und der Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Katastrophenopfer, Albert Vasse, bei einer offiziellen Gedenkveranstaltung sprechen.

Bei der Explosion in dem Feuerwerksunternehmen S. E. Fireworks waren neben den 22 Getöteten hunderte Menschen verletzt worden. Ein gesamtes Stadtviertel wurde in Schutt und Asche gelegt. Die Ursache für das Unglück ist bis heute nicht völlig geklärt. Die beiden Direktoren des Feuerwerksunternehmens, Wim Pater und Ruud Bakker, waren im April im niederländischen Almelo wegen Verstößen gegen Umweltbestimmungen und illegalen Handels mit Feuerwerk zu Haftstrafen von sechs Monaten sowie zu Geldstrafen verurteilt worden. Gegen das Urteil legten sowohl sie selbst als auch die Staatsanwaltschaft Berufung ein.

Ein weiterer Angeklagter steht im Verdacht, den zur Explosion führenden Brand auf dem Werksgelände gelegt zu haben. Über den Zustand des 34-Jährigen, der die Tat bestreitet, wird gegenwärtig ein psychiatrisches Gutachten angefertigt.

Mit dem Wiederaufbau des zerstörten Stadtviertels Roombeek soll nach den Worten von Anja de Jong im Sommer dieses Jahres begonnen werden. "Das Viertel ist im Moment praktisch leer", sagte sie. Der Wiederaufbau soll nach bisherigen Planungen der Stadt Ende 2007 beendet sein. Die Kosten dafür werden auf 220 Mill. ? veranschlagt.

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