Archiv
Fahrplan für DFB-Auswahl steht

Bei ihrer zweiten Teilnahme am Confederations Cup will die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor heimischem Publikum im Juni kommenden Jahres die Schmach von Mexiko tilgen.

dpa FRANKFURT/MAIN. Bei ihrer zweiten Teilnahme am Confederations Cup will die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor heimischem Publikum im Juni kommenden Jahres die Schmach von Mexiko tilgen.

"Ich hoffe, dass wir bis zum Schluss im Turnier bleiben", formulierte Bundestrainer Jürgen Klinsmann nach der Auslosung in Frankfurt/Main sein Ziel für die WM-Generalprobe. Im Gegensatz zum Premieren-Auftritt 1999, als der damalige Coach Erich Ribbeck mit einer Rumpfelf schon in der Vorrunde sang- und klanglos ausschied, versprach Klinsmann, die Mini-WM mit "Ernst und voller Konzentration" anzugehen.

Weil die WM 2006 im eigenen Land stattfindet, ist der Stellenwert des einstmals ungeliebten Wettbewerbs auch bei Spielern sprunghaft angestiegen. Für Klinsmann steht daher außer Frage, dass er alle wichtigen Akteure zur Verfügung haben wird. "Ich bin mir sehr sicher, dass wir mit der besten Mannschaft spielen werden. Alle Vereine stehen zur Nationalmannschaft, jeder Spieler will dabei sein. Es sind keine Absagen zu befürchten", erklärte der Schwabe zuversichtlich.

Mit der Auslosung sind die sportlichen Planungen für das kommende Jahr weitgehend abgeschlossen. Zum Auftakt trifft die DFB-Elf am 9. Februar in Düsseldorf auf den zweimaligen Weltmeister Argentinien. Es folgen die Spiele gegen Slowenien am 26. März in Celje, Nordirland am 4. Juni in Belfast und Russland am 8. Juni in Mönchengladbach. Am 17. August steigt dann das Prestigeduell mit den Niederlanden. Die Gegner für drei weitere geplante Länderspiele im September, Oktober und November 2005 stehen noch nicht fest. Den Jahresabschluss bildet eine Südamerika-Reise.

Dass es in der Vorrunde des Confederations Cups neben den Partien gegen Australien (15. Juni) und Tunesien (18. Juni) zum erneuten Aufeinandertreffen mit Argentinien (21. Juni) kommt, sieht Klinsmann nicht als Nachteil. "Zwei Mal in einem Jahr gegen Argentinien zu spielen ist kein Problem, sondern eine Ehre. Sie zählen zu den weltbesten Mannschaften. Ich bin gespannt, welche Erkenntnisse wir aus diesen Spielen gewinnen." Bei einem Weiterkommen könnte es dann im Halbfinale oder Finale zur Revanche mit Weltmeister Brasilien kommen.

Anders als bei der WM werden Klinsmann & Co. bei der Generalprobe kein festes Mannschaftsquartier beziehen. "Wir werden in den von der Fifa vorgegebenen Hotels in den jeweiligen Spielorten wohnen", sagte Manager Oliver Bierhoff. "Die Situation ist konträr zu 2006", stellte der Bundestrainer fest. Der schwelende Konflikt mit dem Deutschen Fußball-Bund und Bayer Leverkusen um die Quartierfrage während der WM scheint Klinsmann langsam zu nerven. Bei einem Informationsgespräch am Rande der Confed-Auslosung kamen sich beide Parteien jedenfalls nicht näher.

Zunächst richtet sich Klinsmanns Blick aber auf die Partie gegen Kamerun am 17. November in Leipzig, für die er sein Aufgebot am 12. November benennen will. Fehlen wird wahrscheinlich Lukas Podolski, der zwei Tage vor und nach dem Spiel mit dem 1. FC Köln im Einsatz ist. Der Torjäger soll dafür bei der Asien-Reise im Dezember mit den Spielen gegen Asien-Meister Japan (16.), den WM-Vierten Südkorea (19.) und Thailand (21.) zum Einsatz kommen. Da Podolski am Tag der Abreise des DFB-Trosses mit dem 1. FC Köln noch ein Zweitligaspiel beim MSV Duisburg bestreiten muss, will sich der Verband um eine Verlegung bemühen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%