Fahrplanwechsel Mitte Dezember
Bahn verkürzt Reisezeiten zwischen Großstädten

Durch die Einbindung der neuen ICE-Strecke zwischen Frankfurt und Köln in das reguläre Netz der Deutschen Bahn werden die Fahrzeiten auf vielen Strecken um eine Stunde sinken.

Reuters FRANKFURT. Zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember verkürzt die Deutsche Bahn die Reisezeiten zwischen deutschen Großstädten.

Durch die Einbindung der neuen ICE-Strecke zwischen Frankfurt und Köln in das reguläre Netz würden die Fahrzeiten auf vielen Strecken um eine Stunde sinken, teilte die Bahn am Montag in Frankfurt mit. Allein 40 % des Fernverkehrs würden ab dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember über die neue ICE-Trasse laufen und von der Zeitersparnis profitieren. Mitte Dezember will die Bahn auch ihr Tarifsystem komplett umstellen und Frühbucher wie bei Flugbuchungen mit Rabatten belohnen.

Die neue ICE-Strecke Frankfurt-Köln, die bislang nur separat gebucht werden kann, ist nach Angaben der Bahn bereits im Probebetrieb ein Erfolg. Die Auslastung liege selbst ohne Einbindung ins übrige Bahnnetz bei etwa 40 % und damit auf gleichem Niveau wie die übliche Auslastung in Fernzügen, erklärte das Unternehmen. Ziel der Bahn ist es, eine Auslastung von etwa 60 % zu erreichen. Durch die neue Trasse hatte sich die Reisezeit zwischen Frankfurt und Köln um knapp eine Stunde auf 76 Minuten verkürzt.

Zwischen Frankfurt und Hamburg schickt die Bahn zum Fahrplanwechsel einen neuen ICE-Sprinter an den Start, der die Strecke in knapp dreieinhalb Stunden zurücklegen soll. Hauptzielgruppe sind Geschäftsreisende. Sprinter halten an weniger Bahnhöfen als normale ICEs und verkürzen damit die Fahrzeit. Sie fahren bislang von Frankfurt nach Berlin und München. Für alle Sprinter will die Bahn ab Mitte Dezember einen Aufschlag erheben.

Mit dem Fahrplanwechsel werden auch die Interregio-Züge weitgehend verschwinden. Zehn Interregio-Verbindungen würden durch teuerere Intercity-Züge ersetzt, erklärte die Bahn. Um Pendlern den Umstieg zu erleichtern, seien die Preise für IC- Zeitkarten gesenkt worden. Als billigere Alternative bleibe den Kunden außerdem der Regionalexpress. Lediglich die beiden Interregio-Verbindungen zwischen Dresden und Breslau sowie zwischen Berlin und Chemnitz sollen nach dem Willen der Bahn vorerst noch erhalten bleiben.

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