„Fair und freundschaftlich“
Beckenbauer trennt sich von Ehefrau

Der Entschluss sei "nach langer und reiflicher Überlegung" sowie in "fairem und freundschaftlichen Einvernehmen" gefallen, teilte der Präsident des FC Bayern mit.

HB HAMBURG. Nach zwölf Jahren Ehe trennt sich Deutschlands Fußball-"Kaiser" Franz Beckenbauer von seiner zweiten Ehefrau Sybille. Nach der Scheidung von Boris und Barbara Becker sowie der vor wenigen Wochen bekannt gewordenen Trennung des ehemaligen Fußball- Nationalspielers Stefan Effenberg von seiner Frau Martina steht damit eine weitere prominente Sportler-Ehe vor dem Ende. Der 56-jährige Beckenbauer gab als wichtigsten Grund für die Trennung an, dass er sich in Zukunft mehr als bisher um seinen im August 2000 geborenen Sohn Noel Maximilian widmen wolle. Der knapp zweijährige Junge, das vierte Kind Beckenbauers, stammt aus einem Seitensprung des 56-Jährigen mit einer früheren Sekretärin des FC Bayern München. "Ich fühle mich für ihn verantwortlich", betonte der frühere Teamchef der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Ein wichtiger privater Einschnitt war für Beckenbauer erst vor knapp zwei Wochen der Tod seines langjährigen Managers und Freundes Robert Schwan gewesen. Beckenbauer hatte danach angekündigt, sein Leben "völlig neu ordnen" zu müssen. Mit seiner ersten Frau Brigitte war Beckenbauer von 1966 bis 1990 verheiratet. Aus dieser Beziehung stammen die gemeinsamen Söhne Stefan und Michael. Den unehelich geborenen Adoptivsohn Thomas brachte er mit in diese Ehe. Zwischen 1977 und 1988 lebte der 103- malige Nationalspieler mit der Fotografin Diane Sandmann zusammen, ehe er während seiner Zeit als Teamchef der deutschen Nationalelf Sybille Weimer kennenlernte, die als Sekretärin beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) arbeitete.

Nach der Umwandlung des FC Bayern München in eine Aktiengesellschaft im vergangenen Jahr hat sich Vereinspräsident Beckenbauer aus dem Fußball-Tagesgeschäft des Bundesligisten fast ganz zurückgezogen. Als Vorsitzender des Aufsichtsrates hat er aber weiterhin Einfluss. Neben seinen zahlreichen und hoch dotierten Werbeaktivitäten ist er als Präsident des Organisationskomitees für die Fußball-WM 2006 in Deutschland zeitlich voll ausgelastet. Die Weltmeisterschaft im eigenen Land hat Beckenbauer selbst als Höhepunkt seiner Laufbahn bezeichnet.

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