Fairchild erwartet Rückmeldung bis Ende nächster Woche
Alenia berät über Einstieg bei Fairchild

Die Prüfung des italienischen Luftfahrtkonzerns Alenia über einen Einstieg bei dem Regionaljetprogramm 728/928 des insolventen Flugzeugbauers Fairchild Dornier geht in eine entscheidende Phase.

Reuters OBERPFAFFENHOFEN. "Mit einer ersten Rückmeldung von Alenia wird bis Ende nächster Woche gerechnet", sagte Fairchild-Dornier-Sprecher Peter Kellner am Dienstag in Oberpfaffenhofen. Sollte diese positiv ausfallen, dann könnte möglicherweise im August ein Vorvertrag unterzeichnet werden. Neben Alenia prüft derzeit auch der ehemalige Programmchef Earl Robinson einen Einstieg bei Fairchild Dornier. Robinson, der mit seiner Firma Alliance Aircraft Medienberichten zufolge ein Konkurrenzprodukt bauen will, werde im Laufe der Woche eine Wirtschaftlichkeitsprüfung bei dem 728/928-Programm vornehmen. Eine erste Rückmeldung werde für Ende Juli erwartet, sagte Kellner.

Nach monatelanger Investorensuche war vergangene Woche das Insolvenzverfahren über das Vermögen von Fairchild Dornier eröffnet worden. Da bislang kein Investor für den Gesamtkonzern gefunden werden konnte, werde der Regionalflugzeugbauer voraussichtlich in einzelne Bereiche aufgeteilt. Nach der Absage des kanadischen Konzerns Bombardier Mitte Juni prüft seitdem die zum Finmeccanica-Konzern gehörende Alenia einen Einstieg bei dem 728/928 Jet-Programm mit bis zu 115 Sitzen.

An einem Kauf des kleineren Jet-Modells 328 mit 30 Sitzen ist früheren Angaben zufolge die Investorengruppe Dimeling, Schreiber & Park interessiert. Daneben prüft nach einem Zeitungsbericht auch der italienische Regionalflugzeugbauer Piaggio Aero Industries eine Übernahme der 328 Modell-Reihe. Die Zeitung beruft sich dabei auf ein Mitarbeiterschreiben an die Beschäftigen von Fairchild Dornier. "Diesen Namen kann ich nicht bestätigen", sagte Kellner. Die Produktion des 328 Jet kann noch bis Ende September fortgesetzt werden.

Von den insgesamt 3 630 Fairchild-Dornier-Mitarbeitern können zunächst noch 1 794 in der Flugzeugfertigung, Zulieferung und Wartung weiter beschäftigt werden. Die restlichen 1836 Mitarbeiter erhalten drei Monate lang Qualifizierungsmaßnahmen zur Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt. Erst am Freitag hatte der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS die Übernahme von über 400 Mitarbeitern des letzten deutschen Flugzeugbauers angekündigt.

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