Faire Verlierer
Die portugiesische Realität

Es muss die Portugiesen viel Kraft gekostet haben so eine gute Miene zum bösen Spiel zu machen. In Porto und in Lissabon gingen Tausende auf die Straßen und riefen "Viva Portugal!" (Es lebe Portugal!), nachdem ihre Nationalelf das Spiel gegen Griechenland verloren hatte. Damit präsentierten sich die Portugiesen nicht nur als fairer Verlierer sondern auch als Fans, die trotz Niederlage geschlossen hinter iher Mannschaft stehen und überzeugt sind es kämen auch wieder bessere Zeiten.

HB LISSABON. "Es war ein schöner Traum, aber es sollte nicht sein. Bei der WM in Deutschland 2006 sind wir wieder dabei!", sagte ein Mann auf dem Rossio-Platz im Zentrum Lissabons. Wie viele seiner Landsleute hatte er dennoch Tränen in den Augen.

"Das ist der bitterste Tag in der Geschichte unserer Nationalmannschaft", meinte ein Fernsehkommentator. "Aber drei Wochen lang hat die Welt portugiesisch gesprochen". Staatspräsident Jorge Sampaio sprach seinen Landsleuten Mut zu. "Wir müssen der Nationalelf für ihre große Anstrengung und große Klasse danken." Zudem könne Portugal auf die gute Organisation des Turniers stolz sein. "Immerhin sind wir bis ins Finale gekommen, das ist doch auch nicht schlecht", resümierte ein Jugendlicher auf dem Expo-Gelände in Lissabon die resignierte Stimmung vieler Portugiesen.

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