Fairer Handel
Verbraucher kaufen weniger Transfair-Kaffee

Anbieter von Kaffee aus fairem Handel mit Entwicklungsländern haben beim Preiskampf in den deutschen Supermarktregalen das Nachsehen.

dpa BONN. Der Absatz von Kaffee mit dem Transfair-Siegel sei im Jahr 2000 rund 7 % unter dem Ergebnis des Vorjahres gelieben, berichtete der Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der Dritten Welt, Transfair, am Mittwoch in Bonn. Im vergangenen Jahr wurden 3 099 Tonnen abgesetzt, 1999 noch 3 396 Tonnen. Als Gründe für den Absatzrückgang nannte der Verein die gestiegene Preisdifferenz zu Kaffee aus konventionellem Handel und das geringe Werbebudget.

Der Preis für Rohkaffee lag im Jahr 2000 auf dem niedrigsten Stand seit 30 Jahren. In den deutschen Regalen kostete ein Pfund normaler Kaffee im Durchschnitt 6,70 DM, ein Pfund Transfair-Kaffee 10 DM. Der Verein Transfair will mit fairen Handelsbedingungen dafür sorgen, dass immer mehr Bauernkooperativen und Pflückerfamilien direkt von der Erzeugung profitieren. Die Bauern erhalten einen Preis, der weit über dem Weltmarktpreis liegt. Kaffee macht rund zwei Drittel des Gesamtumsatzes im so genannten Fairen Handel aus.

Positiver fiel die Bilanz beim Handel mit Teppichen aus: Im Jahr 2000 wurden Teppiche mit dem Rugmark-Siegel im Wert vorn rund 50 Mill. DM nach Europa importiert. Das waren 2 % mehr als 1999. Das Rugmark-Siegel wird für Teppiche vergeben, die in Indien, Nepal und Pakistan ohne illegale Kinderarbeit hergestellt werden. Am Rugmark-System beteiligen sich in Deutschland 28 Firmen.

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