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Fall Levke: Ermittler werten Spuren aus

Eine Woche nach dem Fund einer Mädchenleiche im Sauerland setzt die „Sonderkommission Levke“ auf die Feinauswertung der Spuren. Seit dem Verschwinden der achtjährigen Levke aus Cuxhaven sind bei der Polizei insgesamt 2400 Hinweise eingegangen.

dpa CUXHAVEN/OLPE. Eine Woche nach dem Fund einer Mädchenleiche im Sauerland setzt die "Sonderkommission Levke" auf die Feinauswertung der Spuren. Seit dem Verschwinden der achtjährigen Levke aus Cuxhaven sind bei der Polizei insgesamt 2400 Hinweise eingegangen.

Es gilt als so gut wie sicher, dass es sich bei der von einem Pilzsammler am vergangenen Montag in einer Schonung entdeckten Leiche um das seit dem 6. Mai verschwundene Mädchen handelt. Letzte Gewissheit wird von einer DNA-Analyse erwartet, deren Ergebnis an diesem Dienstag vorliegen soll.

Die Polizei hatte ein Waldgebiet bei Attendorn in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Tagen mit Spürhunden abgesucht, jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. "Wir werden uns jetzt auf die Aus- und Bewertung der Spuren und Hinweise konzentrieren", sagte Soko-Sprecher Torsten Oestmann am Sonntag.

"Damit nichts verloren geht, mussten wir nach dem Leichenfund vorrangig das Gebiet absuchen und mögliche Zeugen in Nordrhein-Westfalen befragen", sagte Oestmann. Nahe der Leiche hatten die Beamten Anfang der Woche mehrere Kleidungsstücke entdeckt, die vermutlich Levke gehörten. Bei der weiteren Suche wurden noch einige Knochenteile gefunden. Ob diese tatsächlich zur Leiche gehören, müssen die Laboruntersuchungen zeigen, sagte Oestmann. Andere Funde wurden beim Durchkämmen eines 16 Hektar großen Gebietes nicht gemacht. "Es ist ein sehr verlassenes, fast unberührtes Waldstück", erläuterte Oestmann.

Nahe der Leiche hatten die Fahnder zuerst Unterwäsche und eine Hose entdeckt, wie sie Levke getragen hatte. Nach wie vor fehlen die Schuhe, die Strümpfe, die Brille und das geringelte Oberteil, das Levke am Tag ihres Verschwindens trug. Seit Montag gingen nach Angaben Oestmanns mehrere Dutzend neue Hinweise ein. Durch die intensive Auswertung hoffen die Beamte nun, dem Täter auf die Spur zu kommen.

Unterdessen nimmt die Anteilnahme der Bevölkerung an der Trauer der Familie weiter zu. In Levkes Heimatort Altenwalde wurden an den bereits kurz nach dem Verschwinden des Mädchens aufgestellten Schildern mit der Aufschrift "Levke, wo bist Du?" vermehrt Blumen niedergelegt.

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