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Fall Levke: Vermehrt Hinweise aus der Bevölkerung

Im Fall Levke bekommt die Polizei verstärkt Hilfe aus der Bevölkerung. Nach dem Fund einer Mädchenleiche bei Attendorn (Nordrhein-Westfalen) habe es vermehrt Hinweise auf Fahrzeuge mit norddeutschen Kennzeichen gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Freitag in Olpe.

dpa CUXHAVEN/OLPE. Im Fall Levke bekommt die Polizei verstärkt Hilfe aus der Bevölkerung. Nach dem Fund einer Mädchenleiche bei Attendorn (Nordrhein-Westfalen) habe es vermehrt Hinweise auf Fahrzeuge mit norddeutschen Kennzeichen gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Freitag in Olpe.

Bei der am Montag gefundenen Leiche handelt es sich nach Polizeiangaben höchstwahrscheinlich um die acht Jahre alte Levke aus Cuxhaven. Das Mädchen war am 6. Mai spurlos verschwunden. Gewissheit, ob es sich um Levke handelt, hat die Polizei noch nicht. Das Ergebnis der Erbgut-Analysen könne am Wochenende, möglicherweise schon am Samstag feststehen, hieß es.

Obwohl die Polizei nach eigenen Angaben mehr als 2000 Hinweise verfolgt, sei "keine heiße Spur" darunter, sagte ein Sprecher der Sonderkommission Levke. Rund um den Leichenfund in Nordrhein- Westfalen sind inzwischen über 40 Beamte aus Cuxhaven, Olpe und Hagen im Einsatz; in Cuxhaven ermitteln weitere 28 Kriminalpolizisten.

Mit Spürhunden suchte die Polizei am Freitag erneut den Leichenfundort in einem undurchdringlichen Waldstück bei Attendorn ab. Die Nachforschungen sollen auch am Samstag fortgesetzt werden. Zu möglichen Funden äußerte sich die Polizei nicht.

In Attendorn ist auch ein Spezialist aus Köln im Einsatz. Er soll aus den biologischen Verhältnissen am Fundort ermitteln, wann die Leiche dort abgelegt wurde. Zu den Ergebnissen seiner Arbeit sagte der Kriminalbiologe nichts.

Neben den Ermittlungen in Nordrhein-Westfalen konzentriert sich die Soko Levke den Angaben zufolge unter anderem auf Zusammenhänge zwischen Levkes Wohnort, dem ersten Fundort ihrer Sachen im Landkreis Cuxhaven sowie dem Wald bei Attendorn. Das Kind war am 6. Mai mittags vom elterlichen Grundstück in Cuxhaven verschwunden. Einen Tag später wurden seine Schultasche und eine Jacke knapp 30 Kilometer entfernt in einem Wald entdeckt. Das Gehölz liegt wie der Leichenfundort an einer normalerweise nur Ortskundigen bekannten kleinen Verbindungsstraße.

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