Fallende Rohölpreise setzen Exxon Mobil unter Druck
HP und J.P. Morgan belasten die Wall Street

Wenig kauffreudig zeigten sich die Händler an den US-Aktienmärkten. Die meisten Werte gingen mit Verlusten aus dem Handel. Zulegen konnten lediglich einige Technologiewerte an der Nasdaq.

bib/juh NEW YORK. Im Minus präsentierten sich die US-Börsen gestern bei Handelsschluss. Unter den Kursverlierern befanden sich Ölaktien. Meldungen zufolge sind die US-Lagerbestände an Öl und Benzin gestiegen. Dies setzte den Rohölpreis und damit die entsprechenden Aktien unter Druck.

Der Dow-Jones-Index der 30 wichtigsten Industriewerte verlor im Handelsverlauf fast 1 %. Um 1,05 % sank der breiter gefasste Standard & Poors-500-Index. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index musste einen Verlust von 0,7 % verbuchen. Bei Handelsschluss standen 1 216 Kursgewinner 1



829 Verlierern gegenüber. 962 Mill. Aktien wechselten den Besitzer.

Zu den vom gesunkenen Rohölpreis betroffenen Titeln gehörten Exxon Mobil, die rund 2 % nachgaben. Papiere des Konkurrenten Chevron sanken um 2 %, Sunoco verbilligten sich um 3 %.

Noch deutlichere Verluste mussten die Titel von Hewlett Packard hinnehmen. Der Computer-Hersteller will nach eigenen Worten "vorsichtiger" bei der Prognose für das dritte Quartal sein. Daraufhin sanken die Aktien um 4,2 %.

Auch ein anderer Blue-Chip- Wert erschütterte gestern den Dow-Jones-Index. Die US-Investment-Bank J. P. Morgan Chase teilte mit, dass sie im Vergleich zum ersten Quartal mit sinkenden Einnahmen für die kommenden Quartale rechne. Das Papier des Finanzdienstleisters gab danach um knapp 4 % nach.

Bewegung kam in die Kurse einiger Pharmawerte, nachdem Merck gemeldet hatte, die Ausgaben für verschreibungspflichtige Medikamente könnten sich bis zum Jahr 2006 verdoppeln. Amerikas geburtenstarke Jahrgänge kämen langsam ins Alter. Daraus ergebe sich ein erhöhter Bedarf an Herzmedikamenten und Schmerzmitteln, sagte der Pharmakonzern. Nach dieser Meldung konnten Merck gleich nach Börsenstart leicht zulegen, gaben die Gewinne aber schnell wieder ab und tendierten zur Handelsmitte mit 2 % im Minus. Auch andere Arzneimittelhersteller machten diese Kursbewegung mit. So gaben Eli Lilly rund 1,5 % nach.

Die Aktien des Konsumgüterherstellers Procter & Gamble führten gestern mit einem Plus von gut 2 % zeitweise den Dow-Jones-Index an. Eine Analystin von Lehman Brothers hatte das Papier zum Kauf empfohlen.

Ordentlich durchstarten konnten auch die Aktien von Metromedia Fiber Network. Die Titel führten die Gewinnerliste im Nasdaq-Index an. Eigenen Angaben zufolge hat der Netzwerkspezialist einen 20-Jahres-Vertrag mit der Deutschen Telekom abgeschlossen. Metromedia soll für die deutsche Telefongesellschaft ein Netzwerk errichten und betreiben. Der Metromedia-Kurs stieg daraufhin um etwa 13 %.

Gute Nachrichten gab es auch bei der Softwarefirma Citrix. Das Unternehmen sagte, das Geschäft im laufenden Quartal entwickle sich besser als erwartet. Citrix kletterten um fast 20 %.

Enorme Zugewinne verbuchten die Aktien des Online-Reisebüros Priceline, die um rund 30 % stiegen. Hutchinson Whampoa und Ceung Kong einigten sich, dem Priceline-Gründer Jay Walker 25 Mill. Anteilsscheine abzukaufen und trieben den Kurs damit in die Höhe.

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