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Falsche Bombendrohung in Reals Stadion

Wegen einer Bombendrohung ist das Santiago-Bernabéu-Stadion von Real Madrid während des Spiels gegen den baskischen Verein Real Sociedad San Sebastián geräumt worden.

dpa MADRID. Wegen einer Bombendrohung ist das Santiago-Bernabéu-Stadion von Real Madrid während des Spiels gegen den baskischen Verein Real Sociedad San Sebastián geräumt worden.

Die 75 000 Zuschauer hätten die mitten in der Stadt liegende Arena ohne Zwischenfälle verlassen, berichtete das spanische Fernsehen. Ein anonymer Anrufer hatte zuvor im Namen der baskischen Untergrund-Organisation ETA angekündigt, um 21.00 Uhr werde eine Bombe explodieren. Die Polizei durchsuchte das Stadion mit Hilfe von Spürhunden jedoch vergebens nach einem Sprengsatz und ging am späten Abend von einer falschen Bombendrohung aus, wie es weiter hieß.

Das Spiel wurde beim Stande von 1:1 drei Minuten vor dem Abpfiff unterbrochen. Die meisten Zuschauer verließen das Stadion über die Notausgänge am Spielfeld. Einige Menschen mussten wegen Nervenkrisen behandelt werden. In der Umgebung des Stadions kam es zu einem Verkehrschaos. Nach der Durchsuchungsaktion durften die Spieler beider Mannschaften in die Kabinen zurück, um sich umzuziehen. "Es deutet alles darauf hin, dass es sich um eine falsche Bombendrohung gehandelt hat", sagte auch Real Madrids Präsident Florentino Pérez.

Das Bernabéu-Stadion ist bereits am 1. Mai 2002 Ziel eines ETA - Anschlags gewesen. Bei der Explosion einer Autobombe während des Halbfinales zwischen Real Madrid und dem FC Barcelona in der Champions League waren damals 17 Menschen leicht verletzt worden. Die ETA hatte sich vergangene Woche mit einer Serie von kleineren Bombenanschlägen in Madrid und sieben weiteren Städten zurückgemeldet. 23 Menschen wurden leicht verletzt.

Die Arena tauchte aber auch als eines der Attentatsziele von islamistischen Terroristen auf, die im November in Spanien gefasst worden waren. Am 11. März waren bei Bombenanschlägen auf vier Nahverkehrszüge im Raum Madrid 191 Menschen getötet und mehr als 1 500 verletzt worden.

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