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Falscher Richterspruch bewahrt MP3 vor Millionen-Strafe

Statt den von der Jury geforderten 3 Mill. Dollar (6,5 Mill. DM) habe Jed Rakoff MP3 nur zu 300 000 Dollar (650 000 DM) Schadensersatz verurteilt, gestand ein Sprecher des New Yorker Bezirksrichters am Montag ein.

ap NEW YORK. Der Fehler eines US-Richters hat den Internet-Musikanbieter MP3 zunächst vor einer Millionen-Strafe wegen des Verstoßes gegen das Urheberrecht bewahrt. Geklagt hatte mit Tee Vee Toons Records (TVT) eines der größten unabhängigen US-Plattenlabels, weil MP3 ohne Erlaubnis TVT-Songs im Internet verbreitete.

Der falsche Richterspruch wurde am vergangenen Freitag verkündet, als die Jury bereits gegangen war. Daraufhin hagelte es Proteste der Jury-Mitglieder, der Fehler von Jed Rakoff flog auf. MP3 hatte zu diesem Zeitpunkt das Urteil bereits als "wichtigen Sieg" gefeiert. In der Vergangenheit hatte der Internet-Anbieter bereits rund 54 Mill. Dollar (117 Mill. DM) für die nicht genehmigte Verbreitung von Liedern im Internet zahlen müssen.

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