Familie verbrachte letzte Stunden am Sterbebett
Lea Rabin nach längerem Krebsleiden gestorben

Lea Rabin, die Frau des 1995 ermordeten israelischen Ministerpräsidenten Jitzhak Rabin, ist im Alter von 72 Jahren an Herzversagen gestorben.

rtr/dpa JERUSALEM. Lea Rabin, die Frau des vor fünf Jahren ermordeten israelischen Ministerpräsidenten Jitzhak Rabin, ist nach Krankenhausangaben an Herzversagen gestorben. Ein Sprecher des Rabin-Medical-Center bei Tel Aviv sagte, sie sei am Sonntag um 12.55 Uhr MEZ gestorben. Lea Rabin war 72 Jahre alt und litt an Lungenkrebs. Sie war vergangene Woche ins Krankenhaus eingeliefert worden. Ihr Zustand verschlechterte sich danach rapide. In einer Erklärung der behandelnden Ärzte hieß es, die Familie Rabin habe die letzten Stunden am Sterbebett Leah Rabins verbracht.

Die Krebserkrankung war erst in diesem Frühjahr diagnostiziert worden. Rabin, eine starke Raucherin, hielt sich danach mehrmals zur Behandlung in den USA auf. Wegen ihrer schweren Erkrankung konnte sie während des Besuchs von Bundeskanzler Gerhard Schröder am 31. Oktober bereits nicht mehr an einer gemeinsamen Kranz-Niederlegung am Grab Izchak Rabins in Jerusalem teilnehmen. Auch auf der Kundgebung zum fünften Jahrestag der Ermordung ihres Mannes am 4. November in Tel Aviv fehlte sie. Eine für sie vorbereitete Rede wurde von ihrer Tochter Dalia Rabin-Peelosof verlesen.

Nach dem Tod ihres Mannes hatte sich Lea Rabin als Bewahrerin seines politischen Vermächtnisses verstanden und sich wiederholt für eine Fortsetzung des Friedensprozesses mit den Palästinensern ausgesprochen. Jitzhak Rabin war 1993 gemeinsam mit Palästinenser-Präsident Jassir Arafat und dem ehemaligen israelischen Ministepräsidenten Schimon Peres mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

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