Familienunternehmen verdient weiterhin gut
Dorma spürt erhöhten Bedarf nach Sicherheit

Das Bedürfnis nach größerer Sicherheit innerhalb von Gebäuden und Firmengeländen nimmt deutlich zu. Das stellt die Dorma Holding GmbH & Co. KG, Ennepetal, fest. Sie gehört als Anbieter von "intelligentem Türmanagement" weltweit zu den führenden Unternehmen der Sicherheitstechnik.

kv HB DÜSSELDORF. "Die Menschen wollen Schutz vor unerbetenen Eindringlingen und zugleich die Gewähr haben, bei Gefahr das Gebäude unverzüglich und sicher verlassen zu können", stellte Geschäftsführer Michael Schädlich im Gespräch mit dem Handelsblatt fest.

Nach den Worten von Firmeninhaber Karl-Rudolf Mankel hat sich dieses Sicherheitsdenken seit dem 11. September und den nachfolgenden Anthrax-Anschlägen verstärkt. Es sei allerdings schon seit einigen Jahren vermehrt festzustellen, nicht zuletzt nach der Brandkatastrophe am Flughafen Düsseldorf. "Beide Ereignisse haben ein gewisses Umdenken bewirkt", so Schädlich.

Er verweist darauf, dass sich zum Beispiel die Anfragen von Krankenhäusern nach Zutrittskontrollen häufen, um den Zugang zu sensiblen Bereichen besonders zu schützen. Auch bestellten die amerikanischen Streitkräfte in Deutschland verbesserte Sicherheitseinrichtungen für die Eingangskontrolle. Das gestiegene Sicherheitsbedürfnis sei auch bei Planern und Architekten deutlich zu spüren. So sind auch bei privaten Bauvorhaben verstärkt Zutrittsbarrieren gefragt. Den neuen Terminal im Düsseldorfer Flughafen hat Dorma mit fast 500 Automatiktüren inklusive Fluchtwegsicherung ausgerüstet. Daraufhin habe es eine Vielzahl von Anfragen über die modernste Flucht- und Rettungswegtechnik gegeben, berichtet die Unternehmensleitung.

Neben dem neuen Münchener Fußballstadion seien Anfragen beziehungsweise Bestellungen von den Flughäfen Dortmund, Dresden, Hannover, Köln/Bonn, Leipzig, Nürnberg und Stuttgart sowie zahlreichen ausländischen Verkehrsflughäfen eingegangen.

Dorma sei im Bereich der Türschließtechnik Weltmarktführer. Bei automatischen Türsystemen halte das Unternehmen die Position zwei. Produktionsstätten liegen in Europa, Singapur, Malaysia, China sowie in Nord- und Südamerika. Für das Geschäftsjahr 2001/2002 (30.6.) erwartet das Familienunternehmen einen Umsatz von über 1,2 Mrd. DM. Im Jahr zuvor erhöhten sich die Erlöse bei einem Auslandsanteil von fast zwei Dritteln um rund 16 % auf 1,12 Mrd. DM. Mit dem Ergebnis zeigt sich Firmeninhaber Mankel zufrieden. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg es im letzten Jahr auf 133 (117) Mill. DM. Auch in diesem Jahr soll wieder eine Ebit-Rate von mehr als 10 % erreicht werden. Geschäftsführer Schädlich geht davon aus, dass in den nächsten Monaten weitere Akquisitionen gelingen. Vor allem in den USA wolle Dorma USA fündig werden.

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