Fans und Spieler prügeln sich
Massenschlägerei bei NBA-Basketballspiel

Am Ende des Basketball-Spiels der Detroit Pistons gegen die Indiana Pacers prügelten sich Fans und Spieler. Einer schlug besonders heftig zu.

HB BERLIN. Die Fäuste flogen ebenso wie Becher, Plastikflaschen und Stühle, beschreibt die Nachrichtenagentur AP eine wüste Massenschlägerei zwischen zwei Teams der National Basketball Association (NBA). Die Partie von Titelverteidiger Detroit Pistons gegen die Indiana Pacers musste in der Nacht zu Samstag 45,9 Sekunden vor der Schlusssirene beim Stand von 97:82 abgebrochen werden.

«Das war das Schlimmste, was ich in meiner Laufbahn als Spieler und Trainer jemals gesehen habe», kommentierte Detroits Coach Larry Brown die Geschehnisse. Bei den Auseinandersetzungen streckten Indiana-Profi Ron Artest und seine Teamkollege Jermaine O?Neal sogar Fans der Pistons mit Faustschlägen ins Gesicht nieder.

Mehrere Spieler müssen drastische Strafen durch die NBA und auch strafrechtliche Konsequenzen fürchten, teilte die Liga am Samstag mit. Auslöser der Handgreiflichkeiten war ein Foul von Artest gegen Detroits Ben Wallace, der Artest als Revanche heftig schubste. Binnen Sekunden stürmten Mitglieder beider Mannschaften auf das Parkett und ließen die Fäuste fliegen.

Wie Brown war auch Indianas Trainer Rick Carlisle völlig fertig mit den Nerven: «Ich bin jetzt 20 Jahre dabei. Ich dachte, ich kämpfe um mein Leben. So etwas sieht man nicht einmal beim Eishockey.»

Beide Trainer und auch die herbei geeilten Polizei-Kräfte konnten in der Revanche für das Finale der vergangenen Saison in der Eastern Conference die Streithähne zunächst nicht trennen. Besonders Artest ließ sich nicht beruhigen und legte sich immer wieder mit gegnerischen Fans an. Als sich die Situation endlich zu entspannen schien, schlug er einen pöbelnden Fan noch mit einem schweren Faustschlag ins Gesicht zu Boden.

Indianas Spieler, Trainerstab und Betreuer konnten die Arena im Hagel zahlreicher Wurfgeschosse schließlich nur unter Polizeischutz verlassen.

Im Schatten der Prügelei fanden die anderen Basketball-Ergebnisse kaum Beachtung. So setzten sich die Dallas Mavericks knapp mit 103:101 gegen die New York Knicks durch. Beim achten Erfolg der Texaner im zehnten Saisonspiel überragte einmal mehr der deutsche Star Dirk Nowitzki mit 30 Punkten und zwölf Rebounds.

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