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Fantastic weitet Fehlbetrag aus

Der Softwareanbieter Fantastic Corp. ist im ersten Quartal 2001 bei rückläufigen Umsätzen tiefer in die Verlustzone gerutscht. Der Umsatz habe sich auf 1,855 Mill. $ nach 6,24 Mill. $ im vergleichbaren Vorjahreszeitraum belaufen.

Reuters FRANKFURT. Bereinigt um nicht zahlungswirksame Vergütungsaufwendungen habe sich der Fehlbetrag in den ersten drei Monaten dieses Jahres auf 19,492 Mill. $ von minus 12,944 Mill. $ im Vorjahr ausgeweitet, teilte das am Neuen Markt gelistete Unternehmen am Donnerstag in einer Pflichtveröffentlichung mit. Analysten von SES Research zeigten sich von den Quartalszahlen nicht überrascht. In den niedrigen Erlösen spiegelt sich ihrer Ansicht nach die derzeitige Umstellung der Fantastic-Strategie auf Kooperationen mit starken Vertriebspartnern wie dem US-Computerhersteller IBM wider.

Belastet werde das Ergebnis unter anderem von Umstrukturierungskosten von 4,7 Mill. $, von denen 3,6 Mill. $ zahlungswirksam seien, teilte Fantastic weiter mit. Ohne Ausgaben für die Umstrukturierung und Abschreibungen auf Beteiligungen beliefen sich die betrieblichen Aufwendungen, bereinigt um nicht zahlungswirksame Vergütungsaufwendungen, auf 13,7 Mill. $. Im zweiten Quartal plant das Schweizer Unternehmen eigenen Angaben zufolge die betrieblichen Aufwendungen durch Kostensenkungen sowie weitere organisatorische Anpassungen um 40 % zu kürzen.

"Während die Ergebnisse im ersten Quartal enttäuschend sind, befinden wir uns mit der eingeschlagenen Strategie über Wiederverkäufer und Partnerschaften auf gutem Kurs", erklärte Fantastic-Vorstandschef Reto Braun. Im zweiten Halbjahr erwarte der Anbieter von Softwarelösungen für die Breitbandübertragung von Multimediainhalten erste Einnahmen aus der Partnerschaft mit Hewlett Packard und der Allianz mit IBM. Am Ende des ersten Quartals 2001 habe Fantastic über liquide Mittel von 65,1 Mill. $ verfügt. "Wir erwarten, dass mit den geplanten Kostensenkungen die liquiden Mittel ohne Berücksichtigung der Einnahmen für sieben Quartale ausreichen", erklärte Finanzvorstand Andreas Emmenegger.

Unterdessen teilten die Analysten von SES Research mit, sie bewerten Fantastic weiterhin mit "Marketperformer". Die Quartalszahlen lägen im Rahmen der geringen Erwartungen. Die niedrigen Erlöse spiegelten die derzeitige Umstellung der Strategie auf Kooperationen mit starken Vertriebspartnern wider, hieß es. Die erwarteten Umsatzerlöse von rund 22,5 Mill. $ für das Gesamtjahr sollten größtenteils in der zweiten Jahreshälfte erzielt werden, da dann mit ersten Umsatzbeiträgen aus den Kooperationen zu rechnen sei, erklärten die Analysten.

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