Fast alle Märkte schließen im Plus
US-Vorgaben beflügeln europäische Börsen

rtr FRANKFURT/M. Die europäischen Börsen haben sich am Mittwoch mehrheitlich erholt und in der Gewinnzone geschlossen. Im Sog steigender US-Märkte erholten sich insbesondere die Technologie- und Telekomtitel und stützten teilweise die Gesamtmärkte. In den USA hatten sich nach einem schwachen Auftakt Schnäppchenjäger durchsetzen können und die Bedenken über den Zustand der US-Konjunktur in den Hintergrund gestellt. Im frühen Handel war die Mehrheit der Aktienmärkte deutlich unter Druck geraten, wobei die Börsianer auf die schlechten Vorgaben aus New York verwiesen. Dort hatten vor allem Technologiewerte am Dienstag hohe Abschläge verzeichnet, nachdem erneut Gewinnwarnungen von Technologieunternehmen die Investoren verunsichert hatten.

Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz notierte am frühen Abend 0,6 Prozent fester bei 3875 Punkten, der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) legte ebenfalls um 0,6 Prozent auf 4064 Zähler zu. Die US-Börsen präsentierten sich zur selben Zeit ebenfalls mit Aufschlägen. Der Industriewerteindex Dow Jones stieg um 0,5 Prozent auf 9533 Zähler, der technologielastige Nasdaq-Index tendierte mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 1673 Punkten.

London: Nach schwachem Start Handel im Plus beendet

Die Londoner Börse schloss nach anfänglichen Verlusten in der Gewinnzone. Der FTSE-Index beendete die Sitzung um 1,3 Prozent über dem Vortagsschluss bei 5535 Punkten, nachdem er zuvor im Handelsverlauf 109 Punkte abgegeben hatte. Insbesondere Telekom - und Technologiewerte wurden kurz vor Schluss von festeren US-Börsen beflügelt und zogen den Gesamtmarkt ins Plus. Die Aktien von Indexschwergewicht Vodafone gewannen 5,7 Prozent, British Telecom stiegen um 7,3 Prozent. Die Anteilsscheine von Telekomausrüster Marconi waren mit einem Zuwachs von mehr als zwölf Prozent der größte Gewinner im FTSE-100-Index. Die Titel des Versicherers Prudential stiegen um knapp sieben Prozent, nachdem die amerikanische Versicherungsgruppe American International das Prudential-Angebot für American General überboten hatte. Prudential hatte im vergangenen Monat mit American General eine Übernahmevereinbarung vereinbart und seitdem 15 Prozent an Wert verloren.

Zürich: Börse beendet volatilen Handel über Tagestiefs

An der Schweizer Börse haben die Aktienwerte nach einem volatilen Handelsverlauf mit Verlusten geschlossen. Der SMI-Index fiel 0,66 Prozent auf 6825 Zähler. Händler sagten, vor allem die kräftigen Verluste der Banken und einiger Technologiewerte hätten den Markt belastet. Die Titel von UBS verloren 2,3 Prozent auf 232,50 sfr, die Aktien von CS Group fielen um rund zwei Prozent auf 289 sfr. Zurich Financial-Titel erholten sich von ihren Tagesverlusten und schlossen 0,4 Prozent fester. Händler verwiesen auf die Gerüchte aus Paris, die von einer möglichen Übernahme der Zurich durch die französische Axa oder die britische CGNU wissen wollten. Experten hielten dies jedoch für wenig wahrscheinlich. Technologietitel gerieten auf Grund anhaltender Gewinnwarnungen unter Druck. Kudelski fielen um rund drei Prozent, Swisslog verloren 4,8 Prozent. Von den Vortagesverlusten erholen konnte sich die Titel der SAirGroup, die um 2,9 Prozent anzogen. Börsianer sagten, der Anstieg sei eine technische Reaktion.

Paris: Feste US-Börsen beflügelten den Markt

Die französischen Aktienwerte schlossen im Plus, der CAC 40-Index nahm einen Gewinn von 1,36 Prozent auf 5071 Zähler mit aus dem Handel. Insbesondere Telekom - und Technologietitel, die sich im Sog fester US-Börsen von ihren Tagesverlusten erholten, stützen den Gesamtmarkt. Alcatel legten um mehr als vier Prozent zu, France Telecom stiegen ebenfalls um 4,2 Prozent. Die Aktien von Cap Gemini zogen um 5,8 Prozent an. Unter Kurseinbußen litten die Aktien des Versicherers Axa, die nach Gerüchten über eine Übernahme des Schweizer Versicherers Zurich Financial 1,3 Prozent schwächer schlossen.

Mailand: Telekom-Aktien legen deutlich zu

Die italienischen Aktienwerte haben die Handelssitzung mit Gewinnen beendet, wobei insbesondere Gewinne bei Technologie- und Telekomwerten den Gesamtmarkt ins Plus zogen. Der Mib30-Index schloss 1,4 Prozent fester bei 38,595 Punkten. Die Titel von Olivetti stiegen um knapp vier Prozent, nachdem der Hauptaktionär eine Anteilserhöhung von 19,6 Prozent bekannt gab. Die Anteilsscheine der Fondsgesellschaft Bipop stiegen um 2,8 Prozent.

Madrid: Banken- und Telekomtitel stützen den Ibex

Die Börse in Madrid hat unter Führung von Telekom - und Bankentiteln fester geschlossen. Der Blue-Chip-Index Ibex 35 lag mit 1,78 Prozent bei 9172 Zählern im Plus. Insbesondere Indexschwergewicht Telefonica sowie größere Banken zogen die Gesamtmarkt nach anfänglichen Kurseinbußen ins Plus. Telefonica-Aktien stiegen um 1,7 Prozent auf 17,85 Euro. Die Anteile von Banco Santander gingen mit einem Aufschlag von 3,6 Prozent aus dem Handel, Banco Bilbao Vizcaya schlossen rund zwei Prozent fester. Nach dem Börsendebüt mit Kursverlusten am Dienstag schlossen die Titel der Fluggesellschaft Iberia mit einem Kursgewinn von 1,7 Prozent bei 1,19 Euro.

Amsterdam: Verlusten bei UPC belasteten den Markt

Die niederländischen Aktienwerte haben belastet von Kursverlusten bei dem Kabelnetzbetreiber UPC schwächer geschlossen. Der AEX-Index beendete den Handel mit einem Verlust von 0,42 Prozent bei 537,52 Puntken. Die Aktien von UPC fielen um mehr als 18 Prozent auf 5,20 Euro. Analysten sagten, Investoren hätten Bedenken, dass das Unternehmen seine langfristige Strategie erfolgreich umsetzen könne. Gegen den Trend zulegen konnten ASM Lithography, die 1,6 Prozent fester schlossen. Die Aktien des Datenkommunikationsunternehmens KPNQwest gewannen 5,4 Prozent, nachdem sie in den vergangenen Monaten deutlich unter Druck geraten waren.

Wien: Telekom Austria beflügelten den Gesamtmarkt

Die österreichischen Aktienwerte haben den Handelstag freundlich beendet, nachdem die Aktien der Telekom Austria in einem Endspurt den Gesamtmarkt beflügeln konnten. Der Blue-Chip-Index ATX beendete den Handel mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 1175 Zähler. Telekom Austria schlossen im Vorfeld der Bekanntgabe von Unternehmenszahlen 2,6 Prozent fester. Verluste mussten hingegen erneut Libro hinnehmen, die im Handelsverlauf auf einen neuen Tiefststand fielen. Die Aktien schlossen mit einem Minus von rund sieben Prozent bei 9,69 Euro. Händlern zufolge fehlt dem Unternehmen die Strategie für die Internettochter lion.cc.

Brüssel: Gewinnmitnahmen drücken Markt ins Minus

Die belgischen Aktienwerte haben den Handelstag mit leichten Verlusten beendet. Der Bel-20-Index fiel um 0,74 Prozent auf 2823 Zähler. Insbesondere die Aktien der KBC Bank gerieten unter Druck und fielen um mehr als drei Prozent auf 44 Euro. Händler führten die Kursverluste auf Gewinnmitnahmen zurück. Ebenfalls unter Druck gerieten die Aktien der Finanzgruppe Dexia, die um 1,6 Prozent fielen. Indexschwergewicht Fortis dagegen nahm einen Gewinn von 0,5 Prozent auf 29,11 Euro mit aus dem Handel. Gegen den Trend zulegen konnte der Pharmakonzern UCB. Die Titel gewannen 1,9 Prozent auf 36,17 Euro.

Stockholm: Fester mit Gewinnen bei Telekomwerten

Die Stockholmer Börse präsentierte sich fester. Der Blue-Chip-Index OMX gewann 2,3 Prozent auf 809 Zähler. Die Aktien des Telekomunternehmens Ericsson erholten sich von ihren Verlusten. Das Papier stieg um 1,5 skr auf 53 skr. Die Aktien von Nokia verbesesserte sich um neun skr auf 233,50 skr.

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