Fast-Food-Kette will expandieren
McDonald's: Was findet Platz neben dem Hamburger?

Spielsachen bei McDonald`s oder lieber Lebensmittel? Die größte Klops-Kette der Welt will ihre Marktmacht nutzen und in den 30 000 Schnell-Restaurants mit täglich etwa 46 Millionen Kunden mehr als Pommes und Hamburger verkaufen.

fox OAK BROOK. Dies deckte das Wall Street Journal in einem Interview mit Matthew Paull, dem Finanzchef der McDonald`s Corp., aus Oak Brook auf. Die erfolgreichen Hamburger-Bräter sind an Wachstumsgrenzen geraten und versuchen neue Märkte zu erschließen. Das Projekt wird in der Hauptverwaltung im Bundesstaat Illinois schlicht "extension" genannt. Diese Ausdehnung des Geschäftes ist nicht einfach, weil McDonald`s schon etliche kleinere Fast-Food-Ketten geschluckt hat. Zum anderen fällt es schwer sich vorzustellen, welche Waren sich sonst in den Einheits-Stuben bei McDonald`s feil bieten lassen.

Alle sozialen Gruppen treffen sich bei McDonald`s. Entsprechend ist die Kaufkraft unterschiedlich. Das heißt, die Zielgruppe, die bei McDonald`s recht teuer den Hunger stillt, hat sonst nur wenige Gemeinsamkeiten. Für Finanzprodukte oder auch Luxusgüter dürfte das Ambiente der Kantinen-Ausgabe unzureichend sein. Echte Hardware - zum Beispiel Elektrogeräte - müssten Platz finden. Bleibt abzuwarten, was neben kleinen Mitnahmeartikeln wie einmal einer CD oder ein paar Figuren aus der Junior-Tüte machbar sein wird.

Die Planer in den USA wollen sich nicht unter Zugzwang setzen lassen und rechnen noch mit einer zweijährigen Vorlaufzeit. Laut Wall Street Journal wurden auch Supermärkte angedacht - ergänzt um Dienstleister wie Copy-Shops oder FedEx-Büros. Dies klingt eher unwahrscheinlich, weil - in vielen Ländern weltweit - McDonald`s oft schon in der Nachbarschaft von Einkaufszentren auf der grünen Wiese zu finden ist. Kooperationen mit Walt Disney Co. - dem McDonald's-Partner - standen ebenso auf der Fantasie-Liste.

Was am Ende bei McDonald`s neben den Hamburgern über die Theke gehen wird, kann von Schuhen über Schreibwaren fast alles sein. Vermutlich wird die räumliche Aufteilung das Schwierigste sein, damit das Bratfett-Aroma nicht den Käufern die Shopping-Lust verdirbt. Größere Umbauten werden deshalb nötig werden.

Da McDonald's meist langfristig die Immobilien mietet oder gar besitzt, dürfte dies kein großes Problem werden. Und gerade bei den neueren Filialen am Stadtrand sind oft die Grundstücke groß genug, um zum Beispiel ein Minilager oder einen Zusatzshop problemlos anbauen zu können.

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